Foto: Peter Hirth, Lizenz: Frankfurter Buchmesse
Foto: Peter Hirth, Lizenz: Frankfurter Buchmesse

Die Frankfurter Buchmesse präsentiert wieder einen bunten Strauß an Biografien. Der Biografien-Blog berichtet über den Strauß im Strauß und stellt zwei neue Biografien über den bayerischen Machtmenschen Franz Josef Strauß vor. Dazu gibt's noch ein Interview mit dem Biografen des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder. Mächtig was los, lesen wir's an...

Gregor Schöllgen: Nahaufnahme eines Altkanzlers

Gregor Schöllgen hat eine Biografie über Gerhard Schröder geschrieben - und mit dem Biografien-Blog darüber gesprochen

Gerhard Schröder by Stepro / Steffen Prößdorf. Licensed under CC BY-SA 3.0
Gerhard Schröder by Stepro / Steffen Prößdorf. Licensed under CC BY-SA 3.0

Noch nie hat ein Altkanzler früher seinen Aktenschrank geöffnet: Zehn Jahre nach dem Abgang von Gerhard Schröder ist jetzt die erste große Biografie über ihn erschienen. Vorgelegt hat sie Gregor Schöllgen, ein routinierter Biograf, der sich mit Machtmenschen und besonders mit sozialdemokratischen Kanzlern auskennt: Auch über Willy Brandt hat er bereits geschrieben. Im Biografien-Blog spricht der Erlanger Historiker darüber, was eine gute Biografie ausmacht, wie er die richtige Balance zwischen Nähe und Distanz findet - und über Überraschungen in Schröders Aktenschrank. Denn für Überraschungen war Gerhard Schröder schon immer gut: Ein biografisches Warm-Up:

 Der Jungsozialist rüttelt am Zaun des Kanzleramtes und erheitert seine Begleiter mit dem lockeren Spruch: „Ich will hier rein!“ Der niedersächsische Ministerpräsident jagt dem SPD-Vorsitzenden Oskar Lafontaine die Kanzlerkandidatur ab und gewinnt die Wahl gegen den ewigen Kanzler Helmut Kohl. Bundeskanzler Schröder stößt seine Genossen mit der Agenda 2010 vor den Kopf und überrumpelt die Republik mit der Ankündigung vorgezogener Neuwahlen. Der Wahlverlierer irritiert mit einem Polterauftritt in der Elefantenrunde und der Altkanzler überrascht mit engen Beziehungen zu Putin und Russland.


Überraschungen in der Biografie von Gerhard Schröder

Biografien-Blog: Herr Professor Schöllgen, Gerhard Schröder hat Ihnen uneingeschränkten Zugang zu allen amtlichen und privaten Akten gewährt. Was hat Sie dabei am meisten überrascht?

Gregor Schöllgen. Foto: Privat, Lizenz: Randomhouse-Pressebild
Gregor Schöllgen. Foto: Privat, Lizenz: Randomhouse-Pressebild

Gregor Schöllgen: Das Spannendste war, dass ich Gerhard Schröder Dinge über seine Familie berichten konnte, die er  bis dahin nicht kannte: Schröder wusste bis zu meinen Recherchen so gut wie nichts über seinen Vater; außer, dass er im Krieg gefallen war.


Biografien-Blog: Gerade über seinen Vater haben Sie nicht nur Rühmliches herausgefunden. Er war wegen Diebstahls verhaftet worden und sie haben das Polizeibild entdeckt - das erste Foto, das ihn als Zivilisten zeigt... 

Gregor Schöllgen:  Damit ist Gerhard Schröder sehr souverän umgegangen. Nach dem geschriebenen Gesetz war sein Vater ein Schwerverbrecher, weil er wiederholt eingebrochen ist. Er hat aus der Not heraus Kleidung gestohlen. Schröder hat gesagt: "Das war mein Vater. Das war seine Geschichte. Das war ein Kapitel seines Lebens, damit auch meines Lebens." Schröder hatte kein Problem damit, dass ich das öffentlich mache. Es erhöht ja auch eher noch den Respekt vor diesem Mann und seiner Lebensleistung, wenn man weiß, dass er aus solchen Verhältnissen stammt. Wirklich erstaunlich!

Biografien-Blog: Gibt es etwas, dass Sie aus seiner Zeit als Bundeskanzler überrascht hat?

Gregor Schöllgen:  Mich hat die Konsequenz überrascht, mit der Gerhard Schröder seine wichtigsten Anliegen wie zum Beispiel die Arbeitsmarkt- und Sozialstaatsreformen verfolgt hat, obwohl man manchmal schon den Eindruck hatte, dass es in der rot-grünen Bundesregierung ziemlich chaotisch zuging - vor allem in der ersten Legislaturperiode. Überrascht hat mich auch, wie intensiv Schröder schon als niedersächsischer Ministerpräsident seiner späteren Reformpolitik vorgearbeitet hat.

Biografien-Blog: Gerhard Schröder ist nach Willy Brandt der zweite Kanzler aus der SPD, über den Sie geschrieben haben. Was reizt Sie an den großen Sozialdemokraten?

Gregor Schöllgen: Einerseits hatte ich in beiden Fällen uneingeschränkten Aktenzugang. Zum anderen haben alle drei sozialdemokratischen Kanzler, also auch Helmut Schmidt, gegen enorme Widerstände - nicht zuletzt aus den Reihen der eigenen Partei - Herausragendes durchgesetzt, weil sie konsequent gesagt haben: Das müssen wir jetzt  durchziehen. Die Ostpolitik bei Willy Brandt, der NATO-Doppelbeschluss bei Helmut Schmidt, die Agenda 2010 bei Gerhard Schröder: Das sind für das Land und für die drei Kanzler politisch existentielle Fragen gewesen. Alle drei haben dafür das Kanzleramt riskiert. Zwei haben es darüber verloren, einer fast...

Gleichzeitig Nähe und Distanz? Die biografische Gretchenfrage 

Biografien-Blog: Welchen Ansprüchen muss ein guter Biograf gerecht werden?

Greogor Schöllgen:  Er sollte so nah wie möglich  an den Protagonisten herankommen, dabei aber die Distanz wahren, die ein kritisches und abgewogenes Urteil ermöglicht. Natürlich sollte er  Zugang zu Materialien und  Informationen haben,  die bis dahin noch niemandem zugänglich gewesen sind,  auch mit möglichst vielen Zeitzeugen sprechen und - falls der Protagonist noch lebt - ein Vertrauensverhältnis zu ihm aufbauen.

Biografien-Blog: Im Fall von Gerhard Schröder sind sie in jahrelangen Recherchen nicht nur nahe an den Macher herangekommen, sondern auch an den Menschen. Das zeichnet Ihre Biografien aus, deren Texte ebenso heranfahren und Ihre Leser mitnehmen in die Lebensgeschichte Ihrer Protagonisten. Wie schützen Sie sich davor, die nötige Distanz nicht zu verlieren?

Gregor Schöllgen: Gerhard Schröder und ich haben uns zum Beispiel nie privat getroffen. Wenn wir miteinander gesprochen haben - in der Regel in seinem Berliner oder Hannoveraner Büro -, haben wir uns über ihn wie über einen Dritten unterhalten. Man muss das lernen und durchhalten, ohne dabei die Möglichkeit des persönlichen, emotionalen Zugangs zu ignorieren.

Biografien-Blog: Auch dem Anspruch, viele Fakten zusammenzutragen, entsprechen Sie. Ihre Schröder-Biografie umfasst mehr als 1000 Seiten. Warum sollten sich Leser außerhalb des Fachpublikums ein so dickes Buch vornehmen?

Gregor Schöllgen: Weil Sie mehrere Bücher in einem bekommen: Sie können nämlich jedes Kapitel als eigene, in sich geschlossene Geschichte lesen. Dazu war mir ein schneller Überblick für den Leser wichtig: Auf jeder Doppelseite finden Sie rechts oben eine lebende Kolumne, das heißt eine Zwischenüberschrift im Stichwortformat. Damit kann man sich rasch orientieren und muss nicht gleich 1000 Seiten in einem Zug lesen.

Biografien-Blog: Herr Professor Schöllgen, danke für das Gespräch.

Alle Bundeskanzler im Biografien-Blog:

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Franz Josef Strauß: Der Machtmensch in seinem Widerspruch

Franz Josef Strauß ist zwischen zwei Buchdeckeln fast nicht zu fassen. Wie gut, dass sich die beiden neuen Biografien ergänzen

Links: Franz Josef Strauß ArM“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0. Rechts: Bundesarchiv, B 145 Bild-F023363-0016 / Gathmann, Jens / CC-BY-SA 3.0
Links: Franz Josef Strauß ArM“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0. Rechts: Bundesarchiv, B 145 Bild-F023363-0016 / Gathmann, Jens / CC-BY-SA 3.0

Franz Josef Strauß polarisiert bis heute. Die einen verehren den langjährigen Bundesminister und bayerischen Ministerpräsidenten, die anderen verdammen ihn. "Ich bin weder Heiliger noch ein Dämon", hat er über sich selbst gesagt. "Ich bin kein ausgeklügeltes Buch, sondern ein Mensch in seinem Widerspruch". Wie wahr: Brachial und doch geschliffen war seine Wortwahl, streitlustig und doch versöhnlich sein persönlicher Umgang, meistens prinzipienfest und doch manchmal moralisch fragwürdig seine politischen Urteile. Wie schön, dass  auf der Frankfurter Buchmesse gleich zwei ausgeklügelte Bücher über Josef Strauß vorgestellt worden sind, die sich diesem widersprünglichen Machtmenschen auf ganz unterschiedliche Weise und mit unterschiedlichen Akzenten nähern: Schwarz-weiß zeichnet keine der Biografien ihren Protagonisten - und doch ist Strauß für keinen der beiden Biografen ein gewöhnlicher Titelheld.

Die beiden Strauß-Biografen Horst Möller (links) und Peter Siebenmorgen (rechts) auf der Frankfurter Buchmesse.
Die beiden Strauß-Biografen Horst Möller (links) und Peter Siebenmorgen (rechts) auf der Frankfurter Buchmesse.

Biografie Franz Josef Strauß

Die Lebensgeschichte von Franz Josef Strauß, die vor 100 begonnen hat, ist eine Aneinanderreihung von Superlativen: Er war der jahrgangsbeste Abiturient Bayerns, der schnellste Radrennfahrer Süddeutschlands, der jüngste Bundesminister (erst für Atomfragen, dann für Verteidigung). Er war ein Mann für die politischen Herkulesaufgaben wie den Aufbau der Bundeswehr und er hat maßgeblich Anteil daran, dass Bayern heute so gut dasteht, wie es dasteht. Strauß ist aber auch der Politiker mit den - zumindest gefühlt - meisten Verwicklungen und Skandalen. In der Starfighter-Affäre geht es um die zwielichtigen Umstände der Anschaffung von Kampfflugzeugen, in der Spiegel-Affäre um die Pressefreiheit. Auch seine Wortgewalt ist legendär. Strauß, ein intelligenter Macher mit Blick für komplexe Zusammenhänge hat gerne mal im Stile ein Stammtischbruders herumgepoltert: Über Helmut Kohl, seinen langjährigen Konkurrenten im Kampf um die Vormachtsstellung in der Union, hat er gesagt, er könne "nie Kanzler werden. Er ist total unfähig. Ihm fehlen die charakterlichen, die geistigen und die politischen Voraussetzungen. Ihm fehlt alles dafür." Strauß selbst hat es - im Gegensatz zu Kohl - nie ins Kanzleramt geschafft. In einem erbitterten Wahlkampf (1980) haben seine vielen Gegner ihren Slogan wahrgemacht: "Stoppt Strauß!" Strauß definiert sich neu: als bayerischer Weltpolitiker, der in der Heimat gefeierter Ministerpräsident ist und auf internationalem Parkett so manchen Clou landet - und zwar buchstäblich: Nach Moskau fliegt er selbst und landet die kleine Maschine im schwierigsten Wetter. Und dass auchgerechnet er, einer der schärfsten Kritiker des Kommunismus einen Milliardenkredit für die DDR aushandelt, ist auch eine politische Sensation. Als Strauß 1988 stirbt, erweisen ihm Tausende die letzte Ehre.

Die Buchbesprechungen

Mehr Strauß im Blog: Einfach auf das Bild klicken...
Mehr Strauß im Blog: Einfach auf das Bild klicken...

Bislang konnten Biografien über Franz Josef Strauß recht eindeutig sortiert werden: Die einen waren für ihn und die anderen gegen ihn: Heldenverehrung und Schurkendresche sozusagen. Die beiden neu erschienen Biografien von Horst Möller und Peter Siebenmorgen sind so einfach nicht abzustempeln, auch wenn gewisse Sympathien beziehungsweise Vorbehalte nicht zu übersehen sind (bei Möller kommt Strauß besser weg). Die Schlüssel zu beiden Büchern sind die Berufsbiografien der Biografen: Möller ist Historiker und hat das renommierte Institut für Zeitgeschichte geleitet. Siebenmorgen ist Politikwissenschaftler und Journalist. Beide haben jahrelang recherchiert, beide schreiben kurzweilig und dicht über den Machtmenschen Strauß. Bei Möller steht das Lebenswerk im Vordergrund, Siebenmorgen akzentuiert die Lebensgeschichte.  Möllers Buch trägt dabei eher den Charakter der politischen und zeitgeschichtlichen Analyse, Siebenmorgens Biografie liest sich eine Spur mehr wie ein Polit-Drama. Das heißt aber nicht, dass Möller die Dramatik im Leben dieser politischen Urgewalt vernachlässigt. Und es bedeutet auch nicht, dass Siebenmorgen ein reines Skandalbuch vorgelegt hat. Das Gegenteil ist der Fall: Beide Bücher sind abwägend, wenngleich mit unterschiedlichen Prioritäten in Darstellung und Einordnung. Beide Bücher sind absolut lesenswert und es ist gerade ein Genuss, sich den doppelten Strauß sozusagen parallel zu erlesen - auch, wenn beide Biografien schon für sich viele hundert Seiten umfassen.

Möller ist der Erstbesteiger eines Aktenachttausenders, Er hat viele Regalmeter an Archivakten ausgewertet (darunter den umfangreichen Nachlass) und daraus ein faszinierendes und umfassendes Bild des politischen Denkens und Handelns von Franz Josef Strauß gezeichnet. Bei diesem Buch werden Strauß-Sympathisanten wohl eher auf ihre Kosten kommen, weil Möller manche liebgewonnene und tradierte Skandalsierung gekonnt und unaufgeregt entmystifiziert. Ein Beispiel ist die Spiegel-Affäre von 1962: 'Der Spiegel' hatte unter dem Titel "Bedingt abwehrbereit" Bundeswehr-Interna publik gemacht. Die Justiz hatte wegen Verdachts auf Geheimnis- bzw. Landesverrats die Durchsuchung der Redaktionsräumer angeordnet und den Herausgeber Rudolf Augstein sowie führende Redakteure festgenommen. Oft wird das so dargestellt, als habe Verteidigungsminister Strauß - seit Mitte der 1950er Jahre ein Intimfeind Augsteins - persönlich die Durchsuchung der Redaktionsräume angeordnet. In seiner überzeugenden Analyse schlüsselt Möller  die Rolle und Bedeutung des Verteidigungsministers nüchtern auf und relativiert somit den Einfluss, den Strauß gehabt hat. Ein später Freispruch wird dem im Zuge der Affäre zurückgetretenen Minister dennoch nicht zuteil: Möller erkennt in der Spiegel-Affäre "kaum ein Schurkenstück von Strauß, aber einen politischen Intrigantenstadel mit zahlreichen Dramatis personae, und nur wenigen Unschuldslämmern."

Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F038039-0018 / Wegmann, Ludwig / CC-BY-SA 3.0. Licensed under CC BY-SA 3.
Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F038039-0018 / Wegmann, Ludwig / CC-BY-SA 3.0. Licensed under CC BY-SA 3.

Peter Siebenmorgen beurteilt Strauß ebenfalls differenziert. Doch bei allem Respekt, den er Strauß für seine Leistungen zollt, überwiegen die Darstellungen der Dissonanzen. Seine Biografie kommt in manchen Passagen wie ein Enthüllungsbuch daher. Brisante Akten habe er "auf Dachböden und in Kellern" gefunden, erzählt Siebenmorgen auf der Frankfurter Buchmesse im Gespräch mit Spiegel-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer. Wie ein investigativer Journalist deckt Siebenmorgen dubiose Geschäftspraktiken auf, mit denen Strauß viel Geld für vermeintliche Unternehmensberatungen verdient habe. "Er hat sich aushalten lassen und Geld genommen, das er als Politiker besser nicht genommen hätte", sagt Siebenmorgen, macht sich aber dieses Urteil nicht einfach. Korrupt sei Strauß jedenfalls nicht gewesen, weil sein Verhalten nicht strafrechtlich relevant gewesen wäre. Etwas zu viel der Enthüllung sind die veröffentlichten wörtlichen Zitate aus den Kalendernotizen von Strauß' Frau Marianne, die sich in einer schwierigen Ehephase den Frust von der Seele schreibt. In diesem Fall lässt sich Peter Siebenmorgen von Scheinsensationen verführen, wie sie im Boulevard gang und gäbe sind. Große Wirkung, aber eigentlich kaum überraschend. Dass Strauß gerne mal etwas tiefer in Glas geschaut hat, wissen Millionen von Fernsehzuschauern an langen Wahlabenden.

Davon angesehen leistet aber auch Siebenmorgen wie vor allem Möller einen wichtigen Beitrag zur längst überfälligen differenzierten Strauß-Bewertung, weil beide nicht darauf bestehen, alle Widersprüche auszuräumen, sondern es dabei belassen, sie zu benennen. Das macht Politik und Politiker menschlicher. Es lohnt sich, in langen Winternächten mal in die eine und die andere Strauß-Biografie zu schauen. 

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Familienausflug zur Frankfurter Buchmesse

Die Halle 3.0 ist ein Paradies für junge Bücherfans 

Auf Buchmessen trifft sich die Branche: Autoren und Verleger, Buchhändler und Buchkäufer, Blogger und Journalisten. Auch für kleine Fachbesucher gibt es viel zu sehen in der Frankfurter Messehalle 3.0: Wimmelbücher und Pixi-Bücher, Was ist was-Bücher und Mitmachbücher, Bilderbücher und Vorlesebücher. Die Welt der Kinderbücher wartet darauf, entdeckt zu werden.

 Zugegeben: Eine Buchmesse ist nicht in erster Linie dafür da, Kinderherzen höher schlagen zu lassen. Schon gar nicht, wenn der Papa mal von Stand zu Stand wetzt, um sich die neuesten Biografien anzuschauen und sich für seinen Blog neue Ideen zu holen, wenn er Gespräche führt oder bei Autorengesprächen und Biografie-Vorstellungen auf kleinen Hockern sitzt und mit glänzenden Augen Notizen macht, wenn ältere Herren über Machtmenschen wie Franz Josef Strauß und Gerhard Schröder sprechen.  Aber das ist ja nicht alles, was einen Familienausflug zur Buchmesse ausmacht. Wir haben heute auch ganz andere interessante Leute getroffen: André Gatzke zum Beispiel von der KiKa-Sendung mit dem Elefanten oder Axel Scheffler, den Zeichner des Grüffelo. Der hat heute ein Kinderherz mehr erobert: Die Signierstunde ist schon vorbei, aber er nimmt sich auch noch für unsere Große Zeit, malt ihr einen ganz persönlichen Grüffelo ins Buch und zaubert ihr ein Lächeln ins Gesicht. Und weil wir jetzt nochmal Grüffelo lesen, ist der Blog für heute beendet...

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Machtmenschen

Dicke Bücher über politische Schwergewichte

Collage basierend auf Foto: Qualle. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0
Collage basierend auf Foto: Qualle. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0

Zurück zu den  Machtmenschen Schröder und Strauß: Die Frankfurter Buchmesse holt die beiden Originale der alten Bundesrepublik wieder in die Gegenwart. Über Franz Josef Strauß und Gerhard Schröder sind jüngst monumentale Biografien erschienen. Der Biografien-Blog stellt zur Buchmesse dicke Bücher über die beiden politischen Schwergewichte vor - dazu gibt's ein Interview mit dem Schröder-Biografen Gregor Schöllgen. 

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Biografien auf früheren Buchmessen