Anna Sacher: Ein Bilderbuch vom alten Wien

Das Hotel Sacher ist weltbekannt, die erste Chefin nicht. Die Anna Sacher-Biografie ist eine literarische Reise ins alte Wien.

Die Blaue Bar im Hotel Sacher (mit freundl. Genehmigung des Hotels Sacher / Anna Sacher Madame d’Ora Lizenz: Gemeinfrei
Die Blaue Bar im Hotel Sacher (mit freundl. Genehmigung des Hotels Sacher / Anna Sacher Madame d’Ora Lizenz: Gemeinfrei

Sacher ist eine Marke von Welt: die weltberühmte Torte, das weltberühmte Hotel, beide sind Wahrzeichen und Marketingmagneten Wiens. Die Biografie der ersten Chefin Anna Sacher könnte man als Topmanagerinnen-Story schreiben. Monika Czernin hat sich für einen anderen Weg entschieden, die Lebensgeschichte dieser erfolgreichen Frau zu erzählen - und kommt der Macherin und dem Mythos Sacher damit viel näher als mit einer Pionierinnen-Jubelarie.

Monika Czernin

Das letzte Fest des alten Europa

Anna Sacher und ihr Hotel

Erschienen bei Knaus im November 2014. 352 Seiten kosten in der gebundenen Ausgabe 19,99-. Euro. Leseprobe und weitere Features im Menu auf auf dem Cover (links oben).


Anna Sacher Biografie

Anna Sachers Geschichte beginnt wie eine der typischen Frauenbiografien, in den die Heldin des Buches erst einmal aus dem Schatten des Gatten treten muss. Das besorgt unfreiwillig Gevatter Tod: Früh, allzu früh, wird die junge Gastronomengattin zur Witwe. Als ihr Mann Eduard stirbt, da ist die 1859 geborene Anna Sacher noch nicht einmal 35 Jahre alt. Wie wird es jetzt wohl mit dem Hotel weitergehen, das Eduard gerade aufbaut? Wie mit dem Restaurant, in dem man seinen kulinarischen Geniestreich kosten kann: die  Sacher-Torte?

Lesevergnügen - am besten mit einem Stück Sachertorte

Anna Sachers Biografin Monika Czernin redet dieses Drama nicht klein, aber sie macht daraus auch keinen biografischen Urknall einer Superfrau, die alles genauso und noch besser macht. Sie lädt ihre Leserinnen und Leser ein zu einer literarischen Zeitreise ins Wien der Jahrhundertwende. Der neue Stolz der Stadt, die Ringstraße, zeigt den letzten Glanz der Donaumonarchie. In Wien treffen sich die Größen der Zeit - und sie treffen sich im Hotel Sacher. Das hat Monika Czernin zum Leitmotiv ihrer Sacher-Biografie gemacht: Die einzelnen Kapitel sind den VIPs der Zeit gewidmet, die in ihren jewiligen Allüren das Sacher besuchen und mit der Chefin in Kontakt kommen. Gustav Mahler, Kaiserin Sisi, Gustav Klimmt, die Thronfolger Rudolf und Franz Ferdinand: alle geben sich im Sacher die Ehre. Und in jeder dieser kurzweilig geschilderten Begegnungen lernen die Leserinnen und Leser auch die einzelnen Charakterzüge und Eigenschaften, Vorlieben und Laster der Anna Sacher kennen. Das ist eine ungewöhnliche Form der Biografie - aber sie überzeugt. Die anekdotische Erzählform wirkt nicht abgehackt oder konstruiert, sondern in sich stimmig. Und so duftet es schon nach wenigen Seiten (wenn man sich sich vom allzu reißerischen Titel "Das letzte Fest Europas" erholt hat) nach köstlicher Melange und man fühlt sich fast so, als würde man selbst in Anna Sachers Salon sitzen und dem Klatsch und Tratsch, den hochgeistigen und den politischen Gespräche an den Nachbartischen lauschen. Stilecht gehört übrigens zu diesem Lesevergnügen natürlich  ein Stückchen Sachersache...

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Carl Fabergé: Frohe Ostern mit Fabergé-Eiern

Lizenz: tpabma / 123RF Stock Foto
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Peter Carl Fabergé. Lizenz: gemeinfrei
Peter Carl Fabergé. Lizenz: gemeinfrei

Er war der Mann mit den goldenen Eiern: Peter Carl Fabergé. Der russische Juwelierssohn verlebt eine Reisejugend: In Dresden geht er zur Handelsschule, dann lässt er sich in Frankfurt zum Juwelier und in Hanau zum Goldschmied ausbilden. Danach sammelt er in ganz Europa kulturelle und künstlerische Eindrücke, die er - zurück in der Heimat - geschickt umsetzt. Sein Mitarbeiter Eric Kollin kommt auf die glänzende Idee, den Osterbrauch zu veredeln. In Sankt Petersburg ist man sehr interessiert an Glitzer und Glamour und in Fabergés Werkstatt weiß man, wie man dieses Interesse erfolgreich bedient: mit den ersten und teuersten Überraschungseiern der Welt: Die Fabergé-Eier haben es in sich: Schmelzglas, Silber, Gold und gar Rubine kommen in immer neuen Kleinodien zum Vorschein, wenn die Dame von Welt eines der goldenen Eier öffnet. Denn nicht für Kinder, sondern für Kaiserinnen sind die Fabergé-Eier gedacht. Der russische Zar Alexander III. schenkt seiner Angetrauten Maria Fjodorowna 1885 ein Ei, in dem eine brütende Henne mit rubinroten Augen sitzt. Wie der Vater, so der Sohn: Nur will es Nikolaus II. besser, edler und teurer haben: Zur Erinnerung an seine Krönungsmesse gibt er bei Fabargé 1896/97 ein Ei in Auftrag, das alle bisherigen in den Schatten stellt: Das Krönungsei, das Nikolaus seiner Gattin Alexandra zum Geschenk macht, ähnelt von außen dem Mantel, den sie bei der Krönung getragen hat. Doch die eigentliche Krönung versteckt sich im Ei: Dort findet Alexandra ein Miniaturmodell der Kutsche, mit der sie zur Inthronisierung gefahren ist (siehe Clip).

Bis heute ist das Krönungsei das wertvollste Fabergé-Fabrikat (etwa 24 Millionen Euro). Auch wenn ihm der Glanz seines Schaffens hat ihn unsterblich macht: Fabergés Kleinodien machen dem Kunstschmiednicht nur Freude: Mit der Oktoberrevolution und dem Sturz der Romanows wird auch der Meister der imperialen Eier zur unerwünschten Person und stirbt 1920 im Schweizer Exil. Da ist es doch irgendwie besser, von geschichtlichen Zäsuren unbedroht ganz gemütlich mit ganz normalen Ostereiern zu feiern. Das Eulengezwitscher wünscht jedenfalls frohe Festtage und viele bunte Osternester...

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Alfred Nobel: Sprengstoff und Stiftung

Verwendung mit freundlicher Genehmigung von http://www.nobelprize.org/
Alfred Nobel (Foto: © ® The Nobel Foundation)

Er ließ es krachen: Alfred Nobel. Der schwedische Chemiker hat das Dynamit erfunden und ein Vermögen mit Sprengstoffen gemacht. Hochexplosiv ist auch Nobels letzter Wille. Er, der sich zeitlebens aus seinem vielen Geld wenig macht, stiftet sein Erbe dem Fortschritt der Menschheit: "Das Kapital, von den Testamentvollstreckern in sicheren Wertpapieren realisiert, soll einen Fond bilden, dessen jährliche Zinsen als Preise denen zugeteilt werden, die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben." Die renommierten Nobelpreise werden seit 1901 in fünf Kategorien vergeben: Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Völkerverständigung (Frieden). Alfred Nobel hat die Kategorien selbst ausgewählt. In ihnen spiegelt sich nicht nur der sein Forscherdrang, sondern auch seine Sehnsucht nach fantasievollen Bücherwelten und nach einem friedlichen Miteinander aller Menschen.

The Nobel Prize medal design mark is a registered trademark of the Nobel Foundation.
Foto: © ® The Nobel Foundation

Diese philosophische Seite ist Alfred (geb. 1833) nicht in die Wiege gelegt - ganz anders als die Tüftler-Qualitäten. Schon der Vater experimentiert mit Sprengstoffen und legt mit seinen Firmen (erst in Schweden, dann in St. Petersburg) den erfinderischen und unternehmerischen Grundstein für ein Familienimperium. Solange die Russen Krieg führen, stehen Nobels Land- und Seeminen hoch im Kurs und das Geschäft brummt. Alfred kommt in den Genuss einer mehrjährigen Bildungsreise durch Europa und Amerika. Aber mit dem Frieden kommt - Ironie des Schicksals - auch der Bankrott und die Nobels müssen in Stockholm von vorne anfangen.

Alfred zieht sich ins Labor zurück. Er will das bislang unberechenbare Nitroglycerin zähmen und kontrolliert zur Explosion bringen. Aus zwei zündenden Ideen entstehen "Nobels Patent-Sprengöl" und "Nobels Patent-Anzünder", die bald industriell hergestellt werden.  Aber die Kinderkrankheiten der Sprengstoffproduktion haben verheerende Folgen. Immer wieder fliegen ganze Fabriken  in die Luft (unter anderem in Heleneborg und in Krümmel bei Hamburg). Selbst Alfreds jüngster Bruder Emil verliert bei einem solchen Unfall sein Leben. Nobel lässt sich nicht beirren. Er kennt das Risiko, dass er eingeht, um einen sicheren Sprengstoff zu entwickeln. Unermüdlich mischt er das gefährliche Nitroglycerin mit Sägespänen, gemahlenem Papier, Kohle, Gips und Zement, um es zu binden. Endlich findet er im Kieselgur (Kieselsäuremasse aus abgestorbenen Algen) das passende Beimischmaterial. Nobel sieht den friedlichen Einsatz des neuartigen Dynamits. Kohle- und Erzabbau, Tunnel- und Kanalbau. Aber auch die Militärs sehen seinen Nutzen - sehr zum Verdruss des Erfinders. Mit Bertha von Suttner, der Autorin des Romans "Die Waffen nieder!") pflegt er eine lebenslange Brieffreundschaft: In dieser Korrespondenz offenbart sich allerdings auch eine gewisse (gutmenschliche) Naivität.


"Ich möchte einen Stoff oder eine Maschine schaffen können", schreibt Nobel, "von so fürchterlicher, massenhaft verheerender Wirkung, dass dadurch Kriege überhaupt unmöglich würden." Mit dem Friedensnobelpreis, der in diesem Jahr an die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) geht, hat Nobel sicherlich einen nachhaltigeren Beitrag zur Völkerverständigung geleistet. Heute, am 21. Oktober 2013 wäre Alfred Nobel 180 Jahre alt geworden.

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Steve Jobs: Leben spannend, Biografie nicht

Walter Isaacson über Apple-Gründer Steve Jobs

Walter Isaacson

Steve Jobs

Die autorisierte Biografie des Apple-Gründers

Erschienen bei C. Bertelsmann im Oktober. 704Seiten kosten in der gebundenen Ausgabe 19,99 €, broschiert  12,99 € und als E-Book 9,99 €.


Walter Isaacson ist ein erfahrener Biograf (u. a. Einstein, Franklin, Kissinger). Steve Jobs wusste, warum er Isaacson gebeten hat, seine Lebensgeschichte aufzuschreiben. Dementsprechend ist die Biografie auch autorisiert. Das scheint nichts Gutes zu verheißen, weil Jobs alles abgesegnet hat, was über ihn berichtet wird. Diese Hürde aber hat Isaacson bravourös gemeistert, denn er lässt trotz (offenbar ehrlicher) Bewunderung auch die Schattenseiten des Apple-Gründers nicht aus: Jobs war nicht nur ein begnadeter Visionär, sondern auch ein launischer, gehässiger und rücksichtsloser Mensch. Isaacson verschweigt das nicht. Er zieht zahlreiche Interviewpartner heran, um Jobs' Vergangenheit zu rekonstruieren und authentisch aufzubereiten. Das ist seine Stärke (die Biografie ist umfassend und umsichtig recherchiert), aber auch seine Schwäche. Denn über seine Chronistenpflicht kommt der Biograf kaum hinaus. Er dokumentiert den Lebensgang, aber er erzählt nicht. Zwischen Isaacssons Buchdeckeln wird Jobs nicht lebendig. Genau das aber sollten Biografien leisten. Kleine wie große.

Fazit: Walter Isaacson hat ein spannendes Leben gründlich recherchiert, aber langweilig berichtet.

Übrigens: Steve Jobs gibt es auch im Eulengezwitscher...

Die Rezension über die Jobs-Biografie weiterzwitschern:

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Steve Jobs: Der Entdecker der iWelt

Steve Jobs präsentiert das iPhone 4 (Foto: Matthew Yohe, Lizenz: CC-BY-SA-3.0)
Steve Jobs präsentiert das iPhone 4 (Foto: Matthew Yohe, Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

Er hat die iWelt erschaffen: Steve Jobs. Seine Geschichte ist ein gelebter amerikanischer Traum: Vom Hippie zum Hightech-Milliardär. Der Apple-Gründer wurde (und wird) wie ein Guru verehrt. Angefangen hat alles ganz anders: Niemand will Steve, als er 1955 geboren wird. Seine leiblichen Eltern geben ihn ab und auch die  auserkorenen Adoptiveltern wollen doch lieber ein Mädchen. So kommt Steve zu den Jobs. Paul Jobs ist ein Tüftler, der an Autos  genauso gerne schraubt wie an Elektrogeräten. Steve guckt ihm über die Schulter, wann immer er in seiner Garage werkelt. In dieser Garage in Paolo Alto im Silicon Valley erträumt Jobs die Zukunft der Computerindustrie. Seine Traumbeschleuniger sind Bob Dylan, der Zen-Buddhismus und LSD. Sein Traumverwirklicher ist sein bester Kumpel: Steve Wozniak, genannt Woz. Woz will nur spielen, am liebsten mit Schaltkreisen, Mikroprozessoren und Platinen. Er ist ein Genie, aber das weiß er (noch) nicht. Steve sieht es sofort. Wie ein moderner Alchimist bastelt Woz aus billigstem Material unschätzbare Werte wie die Blue Box. Damit trickst er die Telefongesellschaften aus und  kann kostenlos überall hin Ferngespräche führen (er ruft unter anderem beim Papst an und gibt sich als Henry Kissinger aus).


Der Apple I (Foto: Ed Uthman, Lizenz: CC-BY-SA 2.0)
Der Apple I (Foto: Ed Uthman, Lizenz: CC-BY-SA 2.0)

Eines schönen Tages zeigt der eine Steve dem anderen sein neuestes Baby: Einen Heim-Computer, den man mit ein wenig techischem Sachverstand an den Fernseher anschließen kann. Jobs wittert das große Geschäft. Er überredet Woz, seine Geniestreiche künftig nicht mehr mit den anderen Nerds aus dem Homebrew Computer Club zu teilen, sondern lieber mit ihm eine eigene Firma zu gründen (bislang hat Jobs bei Hewlett Packard und Atari gejobbt). Woz, der als Ingenieur eine sichere Stelle hat, ist skeptisch - wohl auch, weil er seinen teuren Taschenrechner verkaufen soll (jede Firma braucht schließlich Eigenkapital). Jobs vertickt seinen klapprigen VW-Bus. Dann zieht er los, um Aufträge und Kredite zu beschaffen. Der Bankanstellte im Kaufhausstangen-Anzug staunt nicht schlecht, wer da forsch und selbstbewusst ein 30.000-Dollar-Darlehen beantragt. Vor ihm steht ein zotteliger und leicht müffelnder Hippie (Jobs duscht nur einmal in der Woche). Außerdem ist er barfuß. Er erklärt, eine Serie von revolutionären Computern bauen zu wollen. Seine Ausstrahlungskraft besticht. Für einen Monat erhält er den Kredit. In diesen dreißig Tagen schrauben und löten Woz, Jobs und einige enge Freunde, was das Zeug hält. Steve hat auch den Computerhändler überzeugt und eine größere Bestellung organisiert. Der Grundstein des kleinen Start-Ups ist gelegt. 

Der Apple II (Foto: www.allaboutapple.com, Lizenz: CC-BY-SA-2.5-IT)
Der Apple II (Foto: www.allaboutapple.com, Lizenz: CC-BY-SA-2.5-IT)

Als Veganer mit einer Vorliebe für Äpfel fällt der neue Firmenname nicht weit vom Stamm: Apple. Beide Steves haben vorerst, was sie wollen: Der eine darf erfinden, der andere vermarkten. Schon das zweite Produkt bringt den Durchbruch. Der Apple II erobert mit seinen Diskettenlaufwerken und als Gesamtprodukt (Rechner, Tastatur, Bildschirm) den Computermarkt und macht seine beiden Väter zu vielfachen Millionären. Während sich Woz zufrieden zurückzieht, hat Jobs schon wieder neue Ideen und Visionen. Jetzt will er einen Computer mit Maus und grafischer Benutzeroberfläche auf den Markt bringen. Das ist zwar abgekupfert (bei Xerox), aber die Anderen erkennen das Potenzial ihrer Kreativität erst, als Apple damit seinen Siegeszug fortsetzt.

Der Macintosh (Foto:  Alexander Schaelss, Lizenz: CC-BY-SA-3.0-migrated)
Der Macintosh (Foto: Alexander Schaelss, Lizenz: CC-BY-SA-3.0-migrated)

Mcintosh heißt Jobs' Kampfansage an IBM, immerhin der Marktführer in Sachen Heim-Computer. Mit dem Macintosh erklimmt Jobs' Ruhmeshöhen, aus denen man unsanft fällt. Längst hat er mehr Feinde als Freunde bei Apple: Seinen selbstherrlichen und rücksichtslosen Führungsstil nimmt man ihm übel: Beleidigungen und Demütigungen, Verrat und  Ideenklau, Tobsuchtsanfälle und Entlassungen im Fahrstuhl - all' das fällt nun auf Jobs zurück. Zu allem Übel hat er beim Stellungskrieg gegen IBM eine neue Front sträflich vernachlässigt: Bill Gates und Microsoft gehen in die Offensive. Jobs fällt also, und er fällt tief:

Die obersten Apple-Manager tun sich zusammen und entmachten den Firmengründer. Aber ohne Jobs geht es auch nicht. Während Apple zusehends abbaut, gründet und kauft der Visionär 2.0 die nächsten Firmen (NeXT und Pixar) Nach kleineren Anlaufschwierigkeiten findet Jobs zurück in die Erfolgsspur - und zurück zu Apple. Denn Mitte der 1990er Jahre ruft der Konzern den verlorenen Vater zurück. Jobs kommt - und wie. Seine schöpferische Kraft ist ungebrochen. Das iZeitalter bricht an (i steht für Internet). Die neuen Apple-Produkte verschmelzen Technik und Kunst:


Der iPod wird zum Kultobjekt - iMac, iPhone und iPad sind es, noch ehe sie auf den Markt kommen. Vorgestellt werden sie von Steve Jobs persönlich. Die Präsentationen sind bis ins Detail geplante Rituale eines postreligiösen Glaubensbekenntnisses (siehe Clip):

Jobs mag sich als der göttliche Schöpfer fühlen, als der er sich inszeniert. Er ist es nicht. Im Oktober 2003 (vor zehn Jahren) ereilt ihn eine allzu menschliche Diagnose: Bauchspeicheldrüsenkrebs. Steve Jobs verliert den Kampf um sein Leben trotz mehrerer Operationen und einer Lebertransplantation. Am 5. Oktober 2011 ist der Apple-Gründer gestorben - heute vor zwei Jahren.

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Rudolf Diesel: Der mysteriöse Motorenbauer

Rudolf Diesel, Lizenz: gemeinfrei
Rudolf Diesel, Lizenz: gemeinfrei

Er motorisierte die Welt: Rudolf Diesel. Geboren ist er 1858 in Paris, wo sein Vater mit Lederwaren handelt. Als zwölf Jahre später der deutsch-französische Krieg ausbricht (1870/71) wandern die Diesels weiter: die Eltern versuchen in London ihr Glück, Rudolf schicken sie zu Verwandten nach Augsburg. Dort stellt sich schnell heraus, dass er in Sachen Technik ein geschicktes Händchen hat. Die Gewerbeschule und die Industrieschule schließt er jeweils als Klassenbester ab. Spätestens jetzt ist klar: Rudolf will Ingenieur werden. Davon hält ihn selbst der Typhus nicht ab. Zwar hindert ihn die Krankheit daran, das Examen an der Technischen Hochschule München abzulegen, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Beim nächsten Prüfungstermin macht Diesel den besten Abschluss der Hochschulgeschichte, ehe die Eiszeit anbricht: Diesel entwickelt Kältemaschinen und baut eine Eisfabrik mit auf. 

Nach einigen Jahren taut er gewissermaßen wieder auf und wendet sich den Wärmekraftmaschinen zu. Nach einigen gescheiterten Experimenten kann Rudolf Diesel Anfang der 1890er Jahre endlich die lang ersehnten Forschungsergebnisse veröffentlichen: „Theorie und Construktion eines rationellen Wärmemotors zum Ersatz der Dampfmaschine und der heute bekannten Verbrennungsmotoren“ steht auf dem Titelblatt. Wer sich durch die sperrige Überschrift nicht abschrecken lässt und die Studie aufblättert, kann die gedankliche Geburtsstunde des Dieselmotors nachlesen. Mit freundschaftlicher und finanzieller Unterstützung der Maschinenwerke Augsburg und Nürnberg (MAN) tuckert bald darauf das erste Aggregat. Diesels Erfindung macht Furore. Im Lauf der nächsten Jahre werden erst Schiffe und dann Lokomotiven mit seinen Motoren ausgestattet (bis sie größenmäßig in Autos passen, dauert es aber noch ein wenig). Selbst der Treibstoff – günstiger als Benzin – wird nach Diesel benannt.


Der erste Dieswelmotor (Foto: Chris Thomas, Lizenz: gemeinfrei)
Der erste Dieswelmotor (Foto: Chris Thomas, Lizenz: gemeinfrei)

Aber der nunmehr weltberühmte Motorenbauer ein Problem. Er kann nicht haushalten und ist ein lausiger Unternehmer. Obwohl er zwischenzeitlich Millionen verdient, steht er am Ende vor dem Ruin. Das Ende selbst ist nebulös. Diesel geht bei einer Dampfschifffahrt über Bord. Die einen munkeln von Selbstmord. Diesel sehe keinen Ausweg aus dem drohenden wirtschaftlichen Bankrott. Andere argwöhnen, Diesel sei einem seiner Feinde zum Urteil gefallen. In Amerika habe beispielsweise John D. Rockefeller eine Rechnung mit ihm offen, denn dessen Treibstoff ist billiger als Rockefellers Petroleum. Ob Rockefeller zu Ohren gekommen ist, dass Diesel sogar bereits über Biosprit gedacht hat? Auf der anderen Seite des Atlantiks habe der Deutsche Kaiser Wilhelm II. Rudolf Diesel nach dem Leben getrachtet, weil der seine kriegstauglichen Motoren überall in Europa verkauft habe, und nicht nur in Deutschland. Alle diese Verschwörungstheorien sind nie nachgewiesen worden. Klar ist nur, dass Rudolf Diesel 29. September 1913 im Ärmelkanal ertrunken ist– heute vor 100 Jahren.

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Carl Hagenbeck: Der Zoodirektor

Carl Hagenbeck im Wildtiergehege - heute vor 100 Jahren ist der Hamburger Tierparkgründer gestorben. Lizenz: gemeinfrei
Carl Hagenbeck im Wildtiergehege - heute vor 100 Jahren ist der Hamburger Tierparkgründer gestorben. Lizenz: gemeinfrei
Lizenz: Gemeinfrei
Lizenz: Gemeinfrei

Er stellte Tiere und Menschen zur Schau: Carl Hagenbeck (1844-1913). Als der kleine Carl vier Jahre alt ist, beginnt sein Vater Tiere vorzuführen und mit ihnen zu handeln. Gut zwanzig Jahre später übernimmt Carl selbst das Geschäft. Bald beginnt der gebürtige Hamburger, den Hafen als Tor zur Welt zu nutzen: Noch ehe sich die deutsche Politik in Afrika nach Kolonien umschaut, schickt Hagebeck seine Schiffe zum schwarzen Kontinent, lässt dort exotische Wildtiere einfangen und in Hamburg zeigen - zusammen mit Tieren aus den anderen Erdteilen. Doch bei Tieren bleibt es nicht. Je neugieriger man in Europa auf andere Länder und andere Sitten wird, desto mehr macht sich auch der weltgewandte Schausteller seine Gedanken. Dann rät ihm ein befreundeter Maler,  nicht nur die skandinavischen Rentiere, sondern auch deren Hirten zu zeigen. Also lässt Hagenbeck erstmals auch Menschen einschiffen. Diese Weltpremiere wird ein voller Erfolg, wie Hagenbeck selbst berichtet:

Plakat zur Völkerschau bei Hagebeck in Hamburg, Lizenz: gemeinfrei
Plakat zur Völkerschau bei Hagebeck in Hamburg, Lizenz: gemeinfrei

"Schön konnte man sie gerade nicht nennen. Die Augen stehen ein wenig schief, die Nase ist klein und platt. Dagegen ist das Knochengerüst dieser im Durchschnitt nur 1,30 bis 1,60 m großen Menschen sehr fein und zart, und kleinere Hände und Füße als bei den Lappländern habe ich nur noch an den Eskimoschönen bewundern können. Wie daheim brachen sie ihre Zelte ab und bauten sie vor den staunenden Hamburgern aus Stangen und gegerbten Häuten wieder auf. Die Männer fertigten aus Rentierfell und Sehnen Schneeschuhe, schnitzten Bestandteile ihrer Schlitten, und es war ein Vergnügen zu sehen, wie die Männer in ihren langen Pelzröcken und spitzen Pelzmützen die flüchtigen Rentiere mit dem Lasso einfingen. Großes Interesse erweckte jedesmal das Melken der Rentiere, und Aufsehen erregte geradezu die kleine Lappländerfrau, wenn sie in aller Natürlichkeit ihrem Säugling die Brust reichte."

Es dauert nicht lange, bis auch Afrikaner und Eskimos im fremden Hamburg zeigen, wie sie in der Heimat leben und arbeiten. Der Publikumsansturm ist ungebrochen. Im Europa des ausgehenden 19. Jahrhunderts - beileibe nicht nur in Deutschland - herrscht ein Überlegenheitsdenken, das ethische Bedenken an solchen Völkerschauen gar nicht erst aufkommen lässt. Carl Hagenbeck ist kein mittelalterlicher Menschenschinder, wie manch einseitige Darstellung vermuten lässt,  sondern lediglich ein Kind seiner Zeit, die in den europäischen Völkern die Herren der Welt sieht. Sinnbild dafür ist der Deutsche Kaiser Wilhelm II., der selbst Hagenbecks Völkerschauen aufsucht (siehe Bild unten): Das rechtfertigt nicht die Tat, aber es erklärt, wie sie zustande kommen konnte. Dass Hagenbeck seinen Unternehmer- und Erfindergeist auch nachhaltig eingesetzt hat, können wir übrigens in jedem Wildtierpark bewundern. Er nämlich war es, der mit angemeldetem Patent die Wildgehege ohne Gitter erfand und einführte. Am 14. April 1913, heute vor 100 Jahren, ist Carl Hagebeck in Hamburg gestorben. Ganz verlassen hat er seine Heimatstadt auch danach nicht, denn der Tierpark Hagebeck wird bis heute in sechster Generation als Familienunternehmen geführt. 

Kaiser Wilhelm II. auf einer Völkerschau bei Hagenbeck (Bundesarchiv, Bild 183-R52035 / CC-BY-SA)
Kaiser Wilhelm II. auf einer Völkerschau bei Hagenbeck (Bundesarchiv, Bild 183-R52035 / CC-BY-SA)

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Hjalmar Schacht: Hitlers Geldedintreiber

Foto: Broom R R (Fg Off)/Royal Air Force, 1942-1945 CL2383“. Lizenz: PD
Foto: Broom R R (Fg Off)/Royal Air Force, 1942-1945 CL2383“. Lizenz: PD
Hjalmar Schacht (Bundesarchiv, Bild 102-12733 / CC-BY-SA 3.0)
Hjalmar Schacht (Bundesarchiv, Bild 102-12733 / CC-BY-SA 3.0)

Er war des Teufels Geldeintreiber: Hjalmar Schacht. Erst sorgt der ehemalige Reichsbankpräsident im "Freundeskreis der Wirtschaft" dafür, dass eine Reihe deutscher Industrieller und Bankiers Reichspräsident Paul von Hindenburg darum bitten, Adolf Hitler zum Reichskanzler zu ernennen. Kaum einen Monat nach dessen Machtübernahme redet Schacht den Industriellen selbst ins Gewissen: Die knappen Wahlkampfkassen der Nationalsozialisten sollen sie auffüllen. Schacht ist der Strippenzieher hinter dem Geheimtreffen am 20. Februar 1933 - heute vor 80 Jahren. Reden lässt er erst Hitler und der eröffnet den Wirtschaftsbossen, was er zuvor den Wehrmachtsgeneralen angekündigt hatte: „Wir müssen erst die ganzen Machtmittel in die Hand bekommen, wenn wir die andere Seite ganz zu Boden werfen wollen." Die dafür benötigten Mittel soll der erfahrene Staatsbanker Schacht beschaffen und vermehren. Denn der hat nicht nur Erfahrungen bei Privatbanken gesammelt (u. a. Dresdner Bank), sondern er hat sich in der Weimarer Republik auch als erfolgreicher Finanzpolitiker bewährt: Als Delegationsleiter hat er verschiedentlich die Verhandlungen um die deutschen Reparationszahlungen nach dem  Ersten Weltkrieg geführt. Als Reichswährungskommissar hat er die Inflation von 1923 beendet wurde dafür an die Spitze der Reichsbank berufen. Aber alle kleinen und großen Erfolge des liberalen Demokratien befriedigen Schacht nicht. Er wendet sich mehr und mehr den rechten Parteien zu. In Hitler findet er den Macher, dem er seine finanzpolitische Expertise lieber zur Verfügung stellt als der gescheiterten Demokratie. Das gilt auch für seine Wirtschaftsfreunde. Krupp, Quandt und Konsorten stellen bereitwillig die Millionen, die Schacht von ihnen nach einem peniblen Schlüssel einfordert: Den Löwenanteil soll die Kohle- und Eisenindustrie beisteuern - aber die wird ja auch kräftig am kommenden Krieg verdienen. Auch Chemie, Automobil- und Maschinenbau dürfen  sich gerne beteiligen. Der erfolgreiche Geldeintreiber Schacht findet sich schon bald wieder an der Spitze des Reichswirtschaftsministeriums und der Reichsbank. Zwölf Jahre später wird aus der Reichsbank die Anklagebank der Nürnberger Prozesse. Auch wenn die Allierten ihn freisprechen, die Stuttgarter Entnazifizierungsspruchkammer verurteilt ihn als "Hauptschuldigen" zu acht Jahren  Arbeitslager. Obwohl er sich auch dort wieder herausklagen kann, nehmen ihm die Deutschen  die Selbstreinigungsschrift "Abrechnung mit Hitler" nicht ab.

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Hugo Junkers: Der Vater von Tante Ju

Bundesarchiv, Bild 102-08683 / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0
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Bundesarchiv, Bild 146-2005-0007 / CC-BY-SA 3.0
Bundesarchiv, Bild 146-2005-0007 / CC-BY-SA 3.0

Es ist ein ungleiches Kräftemessen: Hier der erschaffende Ingenieur, dort der zerstörende Generalfeldmarschall. Hugo Junkers (links), ein Pionier der zivilen Luftfahrt stellt sich gegen Hermann Göring (rechts), den Vater des totalen Luftkriegs. Junkers will seine zahlreichen Erfindungen und Ideen nutzen, um den Menschen mobil zu machen. Der "fliegende Mensch" ist mehr als nur das Wahrzeichen seiner Flugzeug- und Motorenwerke (Mitte), er ist Junkers' Vision. 1926 schließen sich die Junkers Luftverkehr AG und die Deutsche Aero Lloyd zur Luft Hansa zusammen. Bald darauf rollt die für ihre Wellblechverkleidung legendäre Ju 52 aus dem Dessauer Junkers-Hangar. 

Tante Ju (Foto: Eulengezwitscher)
Tante Ju (Foto: Eulengezwitscher)

Auf einer internationalen Verkehrsflugschau sticht die "Tante Ju" alle Konkurrenten aus. Doch das Glück währt nicht lange, denn Anfang 1933 gelangen die Nationalsozialisten ans Ruder. Wissen ist Macht, Junkers hat das Wissen und so greift Hitlers oberster Fliegerkrieger Hermann Göring nicht nur nach dem Marschallsstab, sondern auch nach Junkers Konstruktionsplänen: Die Ju 52 spielt in der Kriegsvorbereitung eine Schlüsselrolle: Sie kann ohne komplizierte Umbauten entweder Bomben, Material oder Truppen transportieren. So muss der verdiente Ingenieur seine Patente ohne Entschädigung Görings Ministerium überschreiben, Dessau und sein Werksgelände darf er nicht mehr betreten. Gebrochen stirbt Hugo Junkers knapp zwei Jahre später - und doch: Anders als Göring überleben er und die Tante Ju das Dritte Reich in höhren Sphären. Noch heute knattern die drei Motoren der Tante Ju den Traum vom fliegenden Menschen - zum Beispiel über dem oberen Mittelrheintal im Juni 2012.

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Adam Opel: Der Autobauer

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Adam Opel im Eulengezwitscher
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Seine Karriere beginnt im Kuhstall: Nach Jahren der Wanderschaft mietet sich der gelernte Schlosser Adam Opel eine heruntergekommene Bretterbude in Rüsselsheim. Dort baut er Nähmaschinen und inseriert im Kreisblättchen: "Adam Opel, Mechaniker empfiehlt selbstgefertigte Nähmaschinen nach der neuesten Construction zu festen und billigen Preisen". Opel kommt an und steigt binnen weniger Jahre zu Deutschlands größtem Nähmaschinenhersteller auf. Als Mittdreißiger liefert er von Rüsselsheim bereits nach ganz Europa. Und doch: Mobilität ist für den Gründer des heute weltweit operierenden Automobilkonzerns eine lokale Angelegenheit: Opel lässt Fahrräder bauen. Vom Auto will er bis zu seinem Tod nichts wissen: „Aus diesem Stinkkasten wird nie mehr werden, als ein Spielzeug für Millionäre, die nicht wissen, wie sie ihr Geld wegwerfen sollen!“ Adam Opel hätte wohl kaum gedacht, dass ausgerechnet der neue Kleinstwagen mit dem Blitz nach ihm benannt wird: Im kommenden Jahr wird Opel das Modell "Adam" auf den Markt bringen, das noch nur 3,5 Meter lang sein wird - wahrlich kein Spielzeug für Millionäre (Erlkönig-Fotos bei "Auto, Motor und Sport"). Heute wäre Adam Opel 175 Jahre alt geworden - sein Geburtstag war der 9. Mai 1837.

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Carl Zeiss: Der Erfinder mit dem Durchblick

Alle Lizenzen: Gemeinfrei

Er war der Mann mit dem Durchblick: Carl Zeiss (rechts im Bild). Die Mikroskope seines Unternehmens zählten schon früh zu den besten dser Welt. Der Erfolg ist auch der Weitsicht seines Vaters geschuldet: Der schickte den jungen Carl auf das Gymnasium, wo er sich für Naturwissenschaft und Technik begeisterte. Zum Studium ging er aus seiner Heimatstadt Weimar nach Jena, wo er anschließend selbstständig machte. Der eifrige Arbeiter und talentierte Mechaniker kann bald schon expandieren. Ein besonderer Glücksgriff gelingt Zeiss, als er den Physiker Ernst Abbe (links im Bild) an sich bindet. Der Unternehmergeist und der Mathematiker setzen neue Standards im Mikroskopbau (im Bild ein Modell von 1879). Noch heute wirbt die Carl Zeiss AG mit dem Motto: "We make it visible". Ihr Gründer Carl Zeiss ist am 3. Dezember 1888 gestorben - heute vor  123 Jahren.

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