Gabriele Reuter: Emanzipation durch Schreiben

Gabriele Reuter war ein literarischer Shootingstar ihrer Zeit. Heute ist sie fast vergessen. Ihre Biografin Annette Seemann ist in ihre Lebensgeschichte eingetaucht. Ein Interview.

Gabriele Reuter
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Gudrun Ensslin: Dichterin und Henkerin

Gudrun Ensslin hat Literatur geliebt und das System gehasst. Eine neue Biografie verspricht unvoreingenommene Blicke auf die RAF-Terroristin. Das gelingt - teilweise...

Victoria Ocampo
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Maud Parrish: Die Weltreise-Süchtige

Maud Parrish hat gehungert, um die Welt zu sehen. Ihr Reisetagebuch ist keine große Literatur, aber das authentische Zeugnis einer mutigen Frau.

Maud Parrish: Die Weltreisende
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Pionier_in: Von Hermann zu Helga

Helga war 40 Jahre lang Hermann. Nur wenige Menschen vor ihr haben ihr Geschlecht anpassen lassen. Ein Lebensbericht.

Helga F.
Helga F., Lizenz: S. Fischer Verlage
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Hillary Clinton: Die Berufspolitikerin

Hillary Clinton betreibt Politik als Beruf. Eine neue Biografie zeigt ihren Weg ins Zentrum der Macht. Der Blog zur US-Wahl.

Victoria Ocampo
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Carolin Emcke: Die Friedenspreisträgerin

Carolin Emckes mutiges Plädoyer "Gegen den Hass" nimmt die Leserinnen und Leser in die Pflicht. Richtig so!

Carolin Ehmke im Biografien-Blog
Foto: Andreas Labes. Lizenz: Carolin Ehmke
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Rudolf Augstein: Der Mann hinter dem Spiegel

Rudolf Augsteins Büroleiterin Irma Nelles erinnert sich an den Spiegel-Herausgeber und zeigt männliches, allzu männliches...

Willy Brandt und Rudolf Augstein. Foto: B 145 Bild-F032086-0037 / Gathmann, Jens / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de
Willy Brandt und Rudolf Augstein. Foto: B 145 Bild-F032086-0037 / Gathmann, Jens / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de
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Astrid Lindgren: Die Kinderbuch-Revoluzzerin

Astrid Lindgren hat Kinder zu Helden gemacht. Kein Wunder: Ihr Erwachsenenleben war nicht immer leicht. Ein Blick hinein...

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Victoria Ocampo: Literatur als Lebensentwurf

Victoria Ocampo liebt die Literatur und das Leben. Eine moderierte Autobiografie zeigt, wie gut das vereinbar ist.

Victoria Ocampo
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Cornelia Goethe: Die Schwester des Genies

Über Cornelia Goethe weiß man wenig. Eine neue Biografie zeigt die Leiden des Lebens im Schatten des Dichterfürsten

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Jessye Norman: Die Stimmgewaltige

Die Sopranistin Jessye Norman erhebt ihre Stimme für Gott, gegen Rassismus und für ihr begeistertes Publikum.

Stilfehler - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0
Stilfehler - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0
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Sebastian Haffner: Mut zu steilen Thesen

Sebastian Haffner war ein unberechenbarer Kommentator. Sein Biograf Jürgen Peter Schmied erklärt ihn im Biografien-Blog.

Youtube;  Bundesarchiv / P. Loescher & Petsch / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de; Sasquatchistheman, CC-BY-SA 4.0
Youtube; Bundesarchiv / P. Loescher & Petsch / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de; Sasquatchistheman, CC-BY-SA 4.0
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Vivienne Westwood: Piratenbraut und Punkerin

Die Modedesigerin Vivienne Westwood wird 75. Wir feiern sie mit einer  Retrospektive auf ihre schrille Lebensgeschichte...

Vivienne Westwood im Biografien-Blog (Manfred Werner/Tsui, CC BY-SA 3.0)
Vivienne Westwood im Biografien-Blog (Manfred Werner/Tsui, CC BY-SA 3.0)
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Elisabeth II.: Die ewige Königin

Elisabeth II. wird 90. Die Rekord-Monarchin verkörpert Glanz und Gloria des Vereinigten Königshaus als royaler Popstar.

Elisabeth II. im Biografien-Blog (Foto: Joel Rouse/ Ministry of Defence, OGL 3)
Elisabeth II. im Biografien-Blog (Foto: Joel Rouse/ Ministry of Defence, OGL 3)
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Hugo und Emmy Ball: Leben als Literatur...

Zwei Künstlerrebellen auf der Bühne des Lebens: Hugo Ball und Emmy Hennings geben ein biografisches Drama... Vorhang auf!

Alle Bilder lizensiert unter gemeinfrei
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Käthe Kollwitz: Kunst und Krieg

Ihre tragische Lebensgeschichte prägt ihr Lebenswerk. Die bildende Künstlerin Käthe Kollwitz gibt dem Grauen Gestalt. 

Foto: AkkonTG - Own work. Licensed under CC BY-SA 3.0
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Denkerinnen und Lenkerinnen

Ein Frauenbuch wie seine Titelheldinnen: stark und gefährlich...

Angela Merkel: César, CC BY-SA 2.0. S. de Beauvoir: Milner Moshe/Government Press Office, CC BY-SA 3.0. Alice Schwarzer: Tohma (talk), GFDL. „Aung San Suu Kyi: Comune Parma, CC BY-SA 2.0. Arundhati Roy: Augustus Binu, CC BY-SA 3.0
Angela Merkel: César, CC BY-SA 2.0. S. de Beauvoir: Milner Moshe/Government Press Office, CC BY-SA 3.0. Alice Schwarzer: Tohma (talk), GFDL. „Aung San Suu Kyi: Comune Parma, CC BY-SA 2.0. Arundhati Roy: Augustus Binu, CC BY-SA 3.0
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Axel Springer: Für Berlin, gegen die Mauer

Der Verleger und Freiheitskämpfer Axel Springer hat gegen die deutsche Teilung gekämpft und alles auf Berlin gesetzt.

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Jyoti Singh Pandey: Ein zerstörter Lebenstraum

Jyoti Singh Pandey wurde 2012 in Indien zu Tode vergewaltigt. Kerstin Scheuer erzählt ihre Geschichte im Biografien-Blog.

Jyoti Singh Pandey im Biografien-Blog Eulengezwitscher
Demonstration nach der tödlichen Gruppenvergewaltigung in Indien. Foto: Nilroy (Nilanjana Roy). Lizenz: CC BY-SA 3.0
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Frauen mit Fernweh

Gertrude Bell und Alexandra David-Néel sind weit gereist. Neue Übersetzungen lassen ihre Abenteuer-Erinnerungen aufleben.

Foto: Royonx. Lizenziert unter CC0 (Hintergrund) und lizenziert unter Gemeinfrei (Alexandra Davis-Néel)
Foto: Royonx. Lizenziert unter CC0 (Hintergrund) und lizenziert unter Gemeinfrei (Alexandra Davis-Néel)
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Julia Klöckner: Die Herausfordererin

Julia Klöckner will Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz werden. In einem neuen Buch stellt sie sich und ihre Politik vor

Julia Klöckner (beide Fotos sind Pressebilder von http://www.julia-kloeckner.de/presse/portraits.php
Julia Klöckner (beide Fotos sind Pressebilder von http://www.julia-kloeckner.de/presse/portraits.php
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Triumph und Tragik der neuen Frauen

Das Frauenbild wird neu gemalt. Paula Modersohn-Becker und andere zeigen der Männerwelt, dass es die Frauen auch können.

Collage. Links und Mitte lizensiert unter Gemeinfrei, rechts Selb stbildnis Paula Modersohn-Becker, lizenziert unter Bild-PD-alt
Collage. Links und Mitte lizensiert unter Gemeinfrei, rechts Selb stbildnis Paula Modersohn-Becker, lizenziert unter Bild-PD-alt
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Albert Schweitzer: Mythos der Menschlichkeit?

Vor 50 Jahren ist Albert Schweitzer gestorben. Sebastian Moll sorgt mit einer neuen Biografie für Aufregung. Ein Blick hinein...

Eigene Collage aus: Foto: Ji-Elle, Lizenz: CC BY-SA 3.0 und Quelle: Dutch National Archives, The Hague, Fotocollectie Algemeen Nederlands Persbureau (ANEFO), 1945-1989 bekijk toegang 2.24.01.04 Bestanddeelnummer 918-1292, Lizenz: CC BY-SA 3.0 nl
Eigene Collage aus: Foto: Ji-Elle, Lizenz: CC BY-SA 3.0 und Quelle: Dutch National Archives, The Hague, Fotocollectie Algemeen Nederlands Persbureau (ANEFO), 1945-1989 bekijk toegang 2.24.01.04 Bestanddeelnummer 918-1292, Lizenz: CC BY-SA 3.0 nl
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Wer hat hier die Hosen an?

Frauen, die vorangehen, sind im Kommen. Kurzbiografien über sie auch. Trotzdem greifen viele Porträtsammlungen zu kurz...

Foto: Kremlin.ru, Lizenz: CC BY 3.0
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Anna Sacher: Ein Bilderbuch vom alten Wien

Das Hotel Sacher ist weltbekannt, die erste Chefin nicht. Die Anna Sacher-Biografie ist eine literarische Reise ins alte Wien.

Die Blaue Bar im Hotel Sacher (mit freundl. Genehmigung des Hotels Sacher / Anna Sacher Madame d’Ora Lizenz: Gemeinfrei
Die Blaue Bar im Hotel Sacher (mit freundl. Genehmigung des Hotels Sacher / Anna Sacher Madame d’Ora Lizenz: Gemeinfrei
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Sophie Charlotte: Die vergessene Prinzessin

Sophie Charlotte wäre fast Königin von Bayern geworden - doch die geplatze Verlobung mit dem Märchenkönig Ludwig II. ist nicht das größte Drama ihrer Lebensgeschichte...

Alle Fotos aus dem Buch. Verwendung mit freundlicher Genehmigung des August Dreesbach Verlags
Alle Fotos aus dem Buch. Verwendung mit freundlicher Genehmigung des August Dreesbach Verlags
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Mainhard von Nayhaus: Der Kanzlerkenner

Der Journalist Mainhardt Graf von Nayhauß erzählt Machtgeschichten

Foto: Gernot Uhl
Das journalistische Urgestein Mainhardt Graf von Nayhauß auf der Frankfurter Buchmesse.
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Marilyn Monroe: Der Wind, der Wind, das himmlische Weib...

Marilyn Monroe lässt wieder blitzen: In ihren Skizzenbüchern gewährt sie tiefe Einblicke in ihr Leben als traurige Traumfrau

By Published by Corpus Christi Caller-Times-photo from Associated Press [Public domain], via Wikimedia Commons
Der berühmteste Lupfer der Hollywood-Geschichte: Marilyn Monroe auf dem Luftschacht
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Sonia Sotomayor: Ein biografischer Hürdenlauf ins Oberste Gericht

Die US-Richterin Sonia Sotomayor legt ihre Memoiren vor

Foto: Collection of the Supreme Court of the United States, Steve Petteway source
Foto: Collection of the Supreme Court of the United States, Steve Petteway source
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Bertha Benz: Die Cruiserin

Bertha Benz (1849-1944) machte die erste Automobil-Spazierfahrt

Bühler, Mannheim - Automuseum Dr. Carl Benz, Ladenburg. Lizenziert unter Gemeinfrei
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Silvia Neid: Die (fast) Unbesiegbare

Silvia Neid (geb. 1964) ist deutsche Fußballnationaltrainerin.

Silvia Neid, Foto:  xtranews.de, Lizenz: CC-BY-2.0
Silvia Neid, Foto: xtranews.de, Lizenz: CC-BY-2.0
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Carl Fabergé: Frohe Ostern mit Fabergé-Eiern

Lizenz: tpabma / 123RF Stock Foto
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Peter Carl Fabergé. Lizenz: gemeinfrei
Peter Carl Fabergé. Lizenz: gemeinfrei

Er war der Mann mit den goldenen Eiern: Peter Carl Fabergé. Der russische Juwelierssohn verlebt eine Reisejugend: In Dresden geht er zur Handelsschule, dann lässt er sich in Frankfurt zum Juwelier und in Hanau zum Goldschmied ausbilden. Danach sammelt er in ganz Europa kulturelle und künstlerische Eindrücke, die er - zurück in der Heimat - geschickt umsetzt. Sein Mitarbeiter Eric Kollin kommt auf die glänzende Idee, den Osterbrauch zu veredeln. In Sankt Petersburg ist man sehr interessiert an Glitzer und Glamour und in Fabergés Werkstatt weiß man, wie man dieses Interesse erfolgreich bedient: mit den ersten und teuersten Überraschungseiern der Welt: Die Fabergé-Eier haben es in sich: Schmelzglas, Silber, Gold und gar Rubine kommen in immer neuen Kleinodien zum Vorschein, wenn die Dame von Welt eines der goldenen Eier öffnet. Denn nicht für Kinder, sondern für Kaiserinnen sind die Fabergé-Eier gedacht. Der russische Zar Alexander III. schenkt seiner Angetrauten Maria Fjodorowna 1885 ein Ei, in dem eine brütende Henne mit rubinroten Augen sitzt. Wie der Vater, so der Sohn: Nur will es Nikolaus II. besser, edler und teurer haben: Zur Erinnerung an seine Krönungsmesse gibt er bei Fabargé 1896/97 ein Ei in Auftrag, das alle bisherigen in den Schatten stellt: Das Krönungsei, das Nikolaus seiner Gattin Alexandra zum Geschenk macht, ähnelt von außen dem Mantel, den sie bei der Krönung getragen hat. Doch die eigentliche Krönung versteckt sich im Ei: Dort findet Alexandra ein Miniaturmodell der Kutsche, mit der sie zur Inthronisierung gefahren ist (siehe Clip).

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Barbara Salesch: Anfängerin aus Leidenschaft

Barbara Salesch spricht über ihr Leben voller Wendungen

Barbara Salesch im Gespräch mit Jana Brechlin
Barbara Salesch im Gespräch mit Jana Brechlin
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Erika Pluhar: (K)ein ganz normales Frauenleben

Die Wiener Künstlerin Erika Pluhar schaut zurück

Foto: Andreas Müller, Lizenz: Erika Pluhar
Foto: Andreas Müller, Lizenz: Erika Pluhar
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Konrad Lorenz: Der Vater der Graugänse

Konrad Lorenz (1908-1989) war ein österreichischer Zoologe

Gerbil. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0
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Seid mutig! - 32 Vorbilder für gute Vorsätze

Marlene Dietrich spricht einem verwundeten US-Soldaten Mut zu. Lizenz: gemeinfrei
Marlene Dietrich spricht einem verwundeten US-Soldaten Mut zu. Lizenz: gemeinfrei

Es gibt gute Vorsätze für neue Jahre, die gehen immer:  Weniger Stress und mehr Ruhe, Rauchen aufgeben und abnehmen undsoweiterundsofort... Das Eulengezwitscher macht einen anderen Vorschlag für 2014: Mutig sein! Dieser Vorsatz findet sich zwar nicht auf den ersten Plätzen einschlägiger Ranglisten. Dabei ist dieser Vorsatz so universell wie individuell: Mut hat viele Gesichter. 32 davon stellt der Porträtband "Mutige Menschen" vor, der soeben bei insel taschenbuch neu aufgelegt worden ist. Das ist eine Steilvorlage für einen Biografien-Blog, der selbst regelmäßig von mutigen Menschen erzählt...

 

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Henri Nannen: Der Mann hinter dem Stern

Stephanie Nannen erinnert sich an Henri Nannen

Lizenz: http://www.henri-nannen-preis.de/media/hnp-nannen.jpg
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Nachruf auf Nelson Mandela

Quelle: Library of the London School of Economics and Political Science, Lizenz: public domain
Quelle: Library of the London School of Economics and Political Science, Lizenz: public domain

Er triumphierte über den Rassenhass: Nelson Mandela. Seine Lebensgeschichte ist die Geschichte vom Freiheitskampf der schwarzen Südafrikaner. Mandelas ursprünglicher Name ist Programm: Rolihlahla bedeutet so viel wie Querulant - und tatsächlich: schon der junge Mandela will sich nicht mit der unsäglichen Trennung von Weißen und Schwarzen (Apartheit) abfinden.  Seine einflussreiche südafrikanische Familie aus dem Volk der Xhosa ermöglicht ihrem Sprössling nicht nur eine unbeschwerte Kindheit und Jugend, sondern auch ein Studium. Diese Chance lässt Mandela nicht ungenutzt. Englisch studiert er, um die Kultur der westlichen Demokratien zu verstehen und die Sprache Europas und Amerikas zu sprechen. In Politikvorlesungen setzt er sich, um zu lernen, wie Staaten- und Völkerlenker ticken: Die Eingeborenenverwaltung schließlich begreift er als praktische Vorbereitung auf eine Karriere in der südafrikanischen Ministerialbürokratie. Aber dann kommt alles anders.

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Nachruf auf Doris Lessing

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Doris Lessing (2006), Foto: Elke Wetzig (elya)
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Rudolf Augstein: Der Spiegel-Macher

Logo des Wochenmagazins DER SPIEGEL, gegründet und herausgegeben von Rudolf Augstein
Logo des Wochenmagazins DER SPIEGEL, gegründet und herausgegeben von Rudolf Augstein
Rudolf Augstein (Foto: Spiegelgruppe/Pressefoto)
Rudolf Augstein (Foto: Spiegelgruppe/Pressefoto)

Er hat Deutschland den Spiegel vorgehalten: Rudolf Augstein. Sein Nachrichtenmagazin rammt die Pflöcke der Pressefreiheit tief ins Fundament der jungen Bundesrepublik. DER SPIEGEL schaut den Mächtigen auf die Finger und kultiviert eine kritsche Berichterstattung, die weder vor den Besatzungsmächten noch vor der Bundesregierung halt macht. Dafür scheint Augstein wie gemacht, zumindest ist das seine Meinung: "Ich hatte nie Schwierigkeiten, gegen etwas zu sein. Ich hatte mehr Schwierigkeiten, für etwas zu sein." Da verwundert es fast, dass Augstein den Nationalsozialisten keinen nennenswerten Widerstand geleistet hat - und das, obwohl ihm Hitlers Kriegspläne die früh gehegten Berufsträume zerschießen (Germanistik-Professor, Schriftsteller): Nach dem Notabitur und einer kurzen journalistischen Ausbildung beim Hannoverschen Anzeiger bezieht Augstein nicht wie erhofft die Uni, sondern die Kaserne. Dort spielt der sprachbegabte Soldat kurzzeitig mit dem Gedanken, in der Propaganda-Kompanie zu dienen - nur um doch zum Schreiben zu kommen. Damit hätte er sich als späterer Pionier der freien Presse unmöglich gemacht. Er macht es nicht. Augstein kehrt als nationalpatriotischer Offizier und talentierter Journalist aus dem Krieg zurück, aber nicht als Nazionalsozialist. Das sehen auch die Allierten so und holen Augstein zum Magazin "Diese Woche", dem Vorläufer des Spiegels, den Augstein bald darauf herausgeben wird.

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Alfred Nobel: Sprengstoff und Stiftung

Verwendung mit freundlicher Genehmigung von http://www.nobelprize.org/
Alfred Nobel (Foto: © ® The Nobel Foundation)

Er ließ es krachen: Alfred Nobel. Der schwedische Chemiker hat das Dynamit erfunden und ein Vermögen mit Sprengstoffen gemacht. Hochexplosiv ist auch Nobels letzter Wille. Er, der sich zeitlebens aus seinem vielen Geld wenig macht, stiftet sein Erbe dem Fortschritt der Menschheit: "Das Kapital, von den Testamentvollstreckern in sicheren Wertpapieren realisiert, soll einen Fond bilden, dessen jährliche Zinsen als Preise denen zugeteilt werden, die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben." Die renommierten Nobelpreise werden seit 1901 in fünf Kategorien vergeben: Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Völkerverständigung (Frieden). Alfred Nobel hat die Kategorien selbst ausgewählt. In ihnen spiegelt sich nicht nur der sein Forscherdrang, sondern auch seine Sehnsucht nach fantasievollen Bücherwelten und nach einem friedlichen Miteinander aller Menschen.

The Nobel Prize medal design mark is a registered trademark of the Nobel Foundation.
Foto: © ® The Nobel Foundation

Diese philosophische Seite ist Alfred (geb. 1833) nicht in die Wiege gelegt - ganz anders als die Tüftler-Qualitäten. Schon der Vater experimentiert mit Sprengstoffen und legt mit seinen Firmen (erst in Schweden, dann in St. Petersburg) den erfinderischen und unternehmerischen Grundstein für ein Familienimperium. Solange die Russen Krieg führen, stehen Nobels Land- und Seeminen hoch im Kurs und das Geschäft brummt. Alfred kommt in den Genuss einer mehrjährigen Bildungsreise durch Europa und Amerika. Aber mit dem Frieden kommt - Ironie des Schicksals - auch der Bankrott und die Nobels müssen in Stockholm von vorne anfangen.

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Steve Jobs: Leben spannend, Biografie nicht

Walter Isaacson über Apple-Gründer Steve Jobs

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Steve Jobs: Der Entdecker der iWelt

Steve Jobs präsentiert das iPhone 4 (Foto: Matthew Yohe, Lizenz: CC-BY-SA-3.0)
Steve Jobs präsentiert das iPhone 4 (Foto: Matthew Yohe, Lizenz: CC-BY-SA-3.0)

Er hat die iWelt erschaffen: Steve Jobs. Seine Geschichte ist ein gelebter amerikanischer Traum: Vom Hippie zum Hightech-Milliardär. Der Apple-Gründer wurde (und wird) wie ein Guru verehrt. Angefangen hat alles ganz anders: Niemand will Steve, als er 1955 geboren wird. Seine leiblichen Eltern geben ihn ab und auch die  auserkorenen Adoptiveltern wollen doch lieber ein Mädchen. So kommt Steve zu den Jobs. Paul Jobs ist ein Tüftler, der an Autos  genauso gerne schraubt wie an Elektrogeräten. Steve guckt ihm über die Schulter, wann immer er in seiner Garage werkelt. In dieser Garage in Paolo Alto im Silicon Valley erträumt Jobs die Zukunft der Computerindustrie. Seine Traumbeschleuniger sind Bob Dylan, der Zen-Buddhismus und LSD. Sein Traumverwirklicher ist sein bester Kumpel: Steve Wozniak, genannt Woz. Woz will nur spielen, am liebsten mit Schaltkreisen, Mikroprozessoren und Platinen. Er ist ein Genie, aber das weiß er (noch) nicht. Steve sieht es sofort. Wie ein moderner Alchimist bastelt Woz aus billigstem Material unschätzbare Werte wie die Blue Box. Damit trickst er die Telefongesellschaften aus und  kann kostenlos überall hin Ferngespräche führen (er ruft unter anderem beim Papst an und gibt sich als Henry Kissinger aus).


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Rudolf Diesel: Der mysteriöse Motorenbauer

Rudolf Diesel, Lizenz: gemeinfrei
Rudolf Diesel, Lizenz: gemeinfrei

Er motorisierte die Welt: Rudolf Diesel. Geboren ist er 1858 in Paris, wo sein Vater mit Lederwaren handelt. Als zwölf Jahre später der deutsch-französische Krieg ausbricht (1870/71) wandern die Diesels weiter: die Eltern versuchen in London ihr Glück, Rudolf schicken sie zu Verwandten nach Augsburg. Dort stellt sich schnell heraus, dass er in Sachen Technik ein geschicktes Händchen hat. Die Gewerbeschule und die Industrieschule schließt er jeweils als Klassenbester ab. Spätestens jetzt ist klar: Rudolf will Ingenieur werden. Davon hält ihn selbst der Typhus nicht ab. Zwar hindert ihn die Krankheit daran, das Examen an der Technischen Hochschule München abzulegen, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Beim nächsten Prüfungstermin macht Diesel den besten Abschluss der Hochschulgeschichte, ehe die Eiszeit anbricht: Diesel entwickelt Kältemaschinen und baut eine Eisfabrik mit auf. 

Nach einigen Jahren taut er gewissermaßen wieder auf und wendet sich den Wärmekraftmaschinen zu. Nach einigen gescheiterten Experimenten kann Rudolf Diesel Anfang der 1890er Jahre endlich die lang ersehnten Forschungsergebnisse veröffentlichen: „Theorie und Construktion eines rationellen Wärmemotors zum Ersatz der Dampfmaschine und der heute bekannten Verbrennungsmotoren“ steht auf dem Titelblatt. Wer sich durch die sperrige Überschrift nicht abschrecken lässt und die Studie aufblättert, kann die gedankliche Geburtsstunde des Dieselmotors nachlesen. Mit freundschaftlicher und finanzieller Unterstützung der Maschinenwerke Augsburg und Nürnberg (MAN) tuckert bald darauf das erste Aggregat. Diesels Erfindung macht Furore. Im Lauf der nächsten Jahre werden erst Schiffe und dann Lokomotiven mit seinen Motoren ausgestattet (bis sie größenmäßig in Autos passen, dauert es aber noch ein wenig). Selbst der Treibstoff – günstiger als Benzin – wird nach Diesel benannt.


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Willy Brandt: Bundeskanzler 1969-1974

Willy Brandt (1913-1992) war für die SPD Bundeskanzler von 1969-1974.

Bundesarchiv, B 145 Bild-F039408-0008 / Wegmann, Ludwig / CC-BY-SA 3.0
Bundesarchiv, B 145 Bild-F039408-0008 / Wegmann, Ludwig / CC-BY-SA 3.0
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Martin Luther King: "I Have a Dream..."

Martin Luther King war amerikanischer Bürgerrechtler

Center for Jewish History, NYC. Lizenziert unter No restrictions
Center for Jewish History, NYC. Lizenziert unter No restrictions
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13. Aug. 1908: Kläre Bloch (*)

Lizenz: CC-Zero
Lizenz: http://www.klausenerplatz-kiez.de/
Kläre Bloch

Sie bewegte Berlin: Kläre Bloch. Früh träumt die Tochter des Taxi-Unternehmers Friedrich Begall davon, ihre eigenen Fahrgäste durch zu Straßen Berlins zu kutschieren. Geträumt, getan: 1930 macht die kesse Kläre den Führerschein und klemmt sich als erste Taxifahrerin hinters Steuer. Im Romanischen Café am Kurfürstendamm ist sie schon bald eine gefragte Chauffeurin; dort wo Bertolt Brecht und Stefan Zweig, Erich Kästner und George Grosz, Jochaim Ringelnatz und Billy Wilder ein- und ausgehen. Die klugen Köpfe und Künstler der Hauptstadt verkehren gerne mit der Frohnatur Kläre Bloch, die das Leben bejaht. Selbst die nationalsozialistischen Todesengel können sie nicht beeindrucken. Im Gegenteil: Kläre Bloch versteckt verfolgte Juden in ihrer kleinen Paterre-Wohnung in der Wundtstraße im und verliebt sich dabei ihren künftigen Mann, den jüdischen Kommunisten und Pressezeichner Erich Bloch, der bei ihr unterschlüpft. Siebzig Jahre später erinnern zwei nach Kläre Bloch benannte Schulen und ein kleiner Platz im Klausenerplatz-Kietz an die mutige Berlinerin. Heute wäre sie 105 Jahre alt geworden – ihr Geburtstag war der 13. August 1908.

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Schimon Peres: Der ewige Staatsmann

Schimon Peres Biografie im Biografien-Blog Eulengezwitscher
Foto: World Economic Forum. Lizenz: CC BY-SA 2.0

Er ist ein Urgestein der israelischen Politik: Schimon Peres. Seit über einem halben Jahrhundert trägt er in Jerusalem Verantwortung. Dabei hat ihm einerseits eine flexible Parteikarriere mit strategischen Seitenwechseln und Neugründungen verholfen. Andererseits versteht es Peres, den Frieden zu suchen, ohne den Krieg zu scheuen. Denn der Konflikt zwischen Juden und Arabern ist schon entbrannt, als Peres Mitte der 1930er Jahre mit seinen Eltern aus Polen in Gelobte Land einwandert. Dort formiert sich gerade die paramilitärische jüdische Organisation Hagana, die nach der Staatsgründung Israels zu den regulären Streitkräften ausgebaut werden wird. Peres schließt sich den jüdischen Kämpfern an und beschafft  Waffen und Personal für den späteren ersten israelischen Ministerpräsidenten, David Ben Gurion. Dessen Regierung schickt ihn nach dem siegreichen Gründungskrieg in den Westen. In Amerika studiert Peres Verwaltungswissenschaften, in Frankreich organisiert er Kampfjets und einen Kernreaktor für den jungen Staat, der vom ersten Tag an im Clinch mit seinen arabischen Nachbarn liegt. Obwohl Peres erstmals als stellvertrender Verteidigungsminister Regierungsverantwortung trägt (ab 1959) macht er sich in unterschiedlichen Spitzenpositionen (in den 1980er Jahren ist er selbst Regierungschef) zusehends für eine friedliche Lösung des Nahostkonfliktes stark. 1995 erhält er dafür gemeinsam mit dem damaligen Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin und dem Palästinenserführer Jassir Arafat den Friedensnobelpreis.

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Albert Schweitzer: Der Urwaldarzt

Foto: Nobel Foundation. Lizenziert unter Gemeinfrei
Foto: Nobel Foundation. Lizenziert unter Gemeinfrei

Er lebte die Nächstenliebe: Albert Schweitzer (1875-1965). Geboren und aufgewachsen ist Schweitzer als Spross einer evangelischen Pfarrersfamilie im Elsass. Der kleine Albert liebt die Natur, die Gottesdienste seines Vaters und die Kirchenorgel; er leidet mit den Außernseitern unter den Hänseleien und mit den Nutztieren unter allzu grobschlächtiger Behandlung. Und er weint bittere Tränen als er in die Schule gesteckt wird. Zurecht, denn die Leistungen sind lausig. Dass in Albert ein Universalgenie steckt, glaubt anfangs niemand so recht. Erst nach einem mittelmäßigen Abi legt Schweitzer los: Er studiert in Straßburg Philosophie und schreibt in den langen Winternächten eine Doktorarbeit über Kant. Tagsüber perfektioniert er bei den besten Lehrern sein Orgelspiel. Er studiert Theologie und schreibt eine weitere Doktorarbeit über die Bedeutung des Abendmahls. Kurz darauf folgt die Habilitation.

Jetzt könnte er Professor werden, wenn er sich nicht in seinen theologischen Studien mit dem wissenschaftlichen Zeitgeist und nahezu der gesamten Fachwelt angelegt hätte. Außerdem hat Schweitzer gar keine Lust auf eine akademische Laufbahn. Der gerade 25-jährige Doppeldoktor predigt lieber in einer Straßburger Gemeinde und widmet sich der Musik. Wieder schreibt er ein Buch - dieses Mal ist es eine vielgelobte Biografie über Johann Sebastian Bach - und tritt als begnadeter Interpret von dessen Orgelwerken in ganz Europa auf. Aber all das befriedigt Schweitzer nicht. Er will den Dienst der christlichen Nächstenliebe tun. Als er erfährt, dass die Pariser Mission Ärzte in Afrika sucht, nimmt Schweitzer ein Medizinstudium auf. Wieder eine Doktorarbeit (über die psychatrische Beurteilung Jesu), wieder nebenbei ein theologisches Buch (über Paulus), dann heiratet er seine Helene, kauft von den Honoraren der Konzertreisen Medikamente und Ausrüstung und schifft sich nach Lambarene (im Gabon) ein.  

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Clara Zetkin: Die Arbeitnehmer-Anwältin

Clara Zetkin Biographie im Biografien-Blog
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Sie lieh der Arbeiterschaft ihre Stimme: Clara Zetkin (1857-1933): "Ich will nicht leben um zu arbeiten", ruft die Sozialdemokratin am 1. Mai 1913 bei einer Kundgebung in Karlsruhe, "ich will arbeiten, um zu leben, um menschenwürdig zu leben, um kulturwürdig zu leben." Die gelernte Lehrerin Clara Zetkin setzt sich vor allem vor die Rechte der Frauen ein. Unermüdlich kämpft sie für den Mutter- und Arbeitsschutz der Fabrikarbeiterinnern, von denen es seit der Industrialisierung immer mehr gibt. In der selbst gegründeten und geleiteten Zeitschrift "Die Gleichheit" macht sie immer wieder auf die schwierige Situation der Frauen aufmerksam. Außerhalb Deutschlands macht sich Zetkin ebenso für ihre Überzeugungen stark und wird zur Vorsitzenden des Internationalen Frauensekretariats gewählt. Auch in ihrer Mairede heute vor 100 Jahren lässt sie ihr Herzensanliegen nicht unerwähnt:  "Solange der Sonnabend-Nachmittag nicht frei und der Arbeiterin für ihre häuslichen Verrichtungen, für ihre mütterlichen Aufgaben zurückgegeben ist, solange ist der Sonntag für unsere Hunderttausende von Arbeiterinnen, von verheirateten Arbeiterinnen, kein Sonnentag, kein Freudentag, kein Tag der Sammlung, kein Tag der Erquickung. Er ist der große Scheuer-, Wasch- und Flicktag in der ganzen Welt."

Clara Zetkin (li.) und Rosa Luxemburg (Lizenz: gemeinfrei)
Clara Zetkin (li.) und Rosa Luxemburg (Lizenz: gemeinfrei)

So richtig Clara Zetkins Analyse der Arbeitslage sein mag, so falsch sind die Konsequenzen, die sie daraus zieht: "Unsere Maigedanken sind eine Kriegserklärung der Todfeindschaft, die wir der bürgerlichen Gesellschaft als Ganzes in das Antlitz schleudern." Ihre markigen Worte und Gedanken sind radikaler als es die Sozialdemokratie am Vorabend des Ersten Weltkrieges ist. Weder will sie den bisherigen Staat, noch dessen Krieg mittragen und so kehrt sie der SPD den Rücken: erst als Mitbegründerin des Spartakusbundes, dann als treibende Kraft der Abspaltung der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei" (USPD). Schließlich erliegt sie den Verlockungen der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), für die sie in den Reichstag der Weimarer Republik einzieht. 1932 eröffnet die mittlerweile 75-Jährige als Alterspräsidentin das Parlament "in der Hoffnung trotz meiner jetzigen Invalidität das Glück zu erleben, als Alterspräsidentin den ersten Rätekongreß Sowjetdeutschlands zu eröffnen.“ Mit solchen Worten versetzt Zetkin der Weimarer Republik, die sie eigentlich vertreten soll, bittere Schläge. Dabei taumelt die deutsche Demokratie ohnehin schon der nationalsozialistischen Machtergreifung entgegen. Damit trägt die einstige sozialdemokratische Vorzeigefrau Clara Zetkin Mitverantwortung für den Untergang der Republik, für die die Sozialdemokraten bis zuletzt gekämpft haben. Kurz nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler muss Zetkin ins Moskauer Exil fliehen, wo sie wenig später stirbt. 

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Carl Hagenbeck: Der Zoodirektor

Carl Hagenbeck im Wildtiergehege - heute vor 100 Jahren ist der Hamburger Tierparkgründer gestorben. Lizenz: gemeinfrei
Carl Hagenbeck im Wildtiergehege - heute vor 100 Jahren ist der Hamburger Tierparkgründer gestorben. Lizenz: gemeinfrei
Lizenz: Gemeinfrei
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Er stellte Tiere und Menschen zur Schau: Carl Hagenbeck (1844-1913). Als der kleine Carl vier Jahre alt ist, beginnt sein Vater Tiere vorzuführen und mit ihnen zu handeln. Gut zwanzig Jahre später übernimmt Carl selbst das Geschäft. Bald beginnt der gebürtige Hamburger, den Hafen als Tor zur Welt zu nutzen: Noch ehe sich die deutsche Politik in Afrika nach Kolonien umschaut, schickt Hagebeck seine Schiffe zum schwarzen Kontinent, lässt dort exotische Wildtiere einfangen und in Hamburg zeigen - zusammen mit Tieren aus den anderen Erdteilen. Doch bei Tieren bleibt es nicht. Je neugieriger man in Europa auf andere Länder und andere Sitten wird, desto mehr macht sich auch der weltgewandte Schausteller seine Gedanken. Dann rät ihm ein befreundeter Maler,  nicht nur die skandinavischen Rentiere, sondern auch deren Hirten zu zeigen. Also lässt Hagenbeck erstmals auch Menschen einschiffen. Diese Weltpremiere wird ein voller Erfolg, wie Hagenbeck selbst berichtet:

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Hjalmar Schacht: Hitlers Geldedintreiber

Foto: Broom R R (Fg Off)/Royal Air Force, 1942-1945 CL2383“. Lizenz: PD
Foto: Broom R R (Fg Off)/Royal Air Force, 1942-1945 CL2383“. Lizenz: PD
Hjalmar Schacht (Bundesarchiv, Bild 102-12733 / CC-BY-SA 3.0)
Hjalmar Schacht (Bundesarchiv, Bild 102-12733 / CC-BY-SA 3.0)

Er war des Teufels Geldeintreiber: Hjalmar Schacht. Erst sorgt der ehemalige Reichsbankpräsident im "Freundeskreis der Wirtschaft" dafür, dass eine Reihe deutscher Industrieller und Bankiers Reichspräsident Paul von Hindenburg darum bitten, Adolf Hitler zum Reichskanzler zu ernennen. Kaum einen Monat nach dessen Machtübernahme redet Schacht den Industriellen selbst ins Gewissen: Die knappen Wahlkampfkassen der Nationalsozialisten sollen sie auffüllen. Schacht ist der Strippenzieher hinter dem Geheimtreffen am 20. Februar 1933 - heute vor 80 Jahren. Reden lässt er erst Hitler und der eröffnet den Wirtschaftsbossen, was er zuvor den Wehrmachtsgeneralen angekündigt hatte: „Wir müssen erst die ganzen Machtmittel in die Hand bekommen, wenn wir die andere Seite ganz zu Boden werfen wollen." Die dafür benötigten Mittel soll der erfahrene Staatsbanker Schacht beschaffen und vermehren. Denn der hat nicht nur Erfahrungen bei Privatbanken gesammelt (u. a. Dresdner Bank), sondern er hat sich in der Weimarer Republik auch als erfolgreicher Finanzpolitiker bewährt: Als Delegationsleiter hat er verschiedentlich die Verhandlungen um die deutschen Reparationszahlungen nach dem  Ersten Weltkrieg geführt. Als Reichswährungskommissar hat er die Inflation von 1923 beendet wurde dafür an die Spitze der Reichsbank berufen. Aber alle kleinen und großen Erfolge des liberalen Demokratien befriedigen Schacht nicht. Er wendet sich mehr und mehr den rechten Parteien zu. In Hitler findet er den Macher, dem er seine finanzpolitische Expertise lieber zur Verfügung stellt als der gescheiterten Demokratie. Das gilt auch für seine Wirtschaftsfreunde. Krupp, Quandt und Konsorten stellen bereitwillig die Millionen, die Schacht von ihnen nach einem peniblen Schlüssel einfordert: Den Löwenanteil soll die Kohle- und Eisenindustrie beisteuern - aber die wird ja auch kräftig am kommenden Krieg verdienen. Auch Chemie, Automobil- und Maschinenbau dürfen  sich gerne beteiligen. Der erfolgreiche Geldeintreiber Schacht findet sich schon bald wieder an der Spitze des Reichswirtschaftsministeriums und der Reichsbank. Zwölf Jahre später wird aus der Reichsbank die Anklagebank der Nürnberger Prozesse. Auch wenn die Allierten ihn freisprechen, die Stuttgarter Entnazifizierungsspruchkammer verurteilt ihn als "Hauptschuldigen" zu acht Jahren  Arbeitslager. Obwohl er sich auch dort wieder herausklagen kann, nehmen ihm die Deutschen  die Selbstreinigungsschrift "Abrechnung mit Hitler" nicht ab.

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Rosa Parks: Die mutige Bürgerrechtlerin

US-Präsident Barack Obama auf dem Platz, den Rosa Parks 1955 nicht einem Weißen überließ (Foto: Pete Souza,  Lizenz: The White House)
US-Präsident Barack Obama auf dem Platz, den Rosa Parks 1955 nicht einem Weißen überließ (Foto: Pete Souza, Lizenz: The White House)
Rosa Parks (Foto:  United States Department of State, Lizenz: gemeinfrei)
Rosa Parks (Foto: United States Department of State, Lizenz: gemeinfrei)

Sie blieb sitzen und wurde dafür festgesetzt: Rosa Parks. Montgomery in Alabama, 1. Dezember 1955. Die Näherin Rosa Parks fährt nach einem harten Arbeitstag mit dem Bus nach Hause. Wie üblich steigt sie vorne ein, um ihr Ticket zu kaufen. Dann muss sie wieder aussteigen und zur hinteren Bustür hasten, wo sie wieder einsteigen darf, wenn der Bus nicht inzwischen einfach losgefahren ist. Denn Rosa ist schwarz und die vorderen Sitzreihen sind den weißen Fahrgäste vorbehalten. Auch wenn alles frei ist, müssen sich die Schwarzen in überfüllten hinteren Teil des Busses zwängen. Nur in der Mitte sind ein paar Pufferreihen, auf denen ausnahmsweise auch Schwarze sitzen dürfen. Dort lässt sich Rosa Parks nieder. Wenn aber nur ein einziger Weißer dort Platz nimmt, müssen alle Schwarzen aus der gesamten Reihe aufstehen. Und genau das macht Rosa Parks nicht. Sie ist die ewigen Gängeleien leid und weigert sich, ihren Sitzplatz zu räumen.

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Jane Avril: Die Tänzerin

Jane Avril. Lizenz: gemeinfrei
Jane Avril. Lizenz: gemeinfrei

Sie war die Muse des Montmatre: Jane Avril. Die Pariser Bohème- und Künstlerszene der Jahrhundertwende ist verzückt und pilgert in die Tanzlokale 'Moulin Rouge' und 'Le Chat Noire', um sie tanzen zu sehen. Dabei ist die Glücklichmacherin Jane Avril (geb. 1868) herzensunglücklich: Zu tief sitzt das Trauma ihrer Jugend: Vom Vater sitzen gelassen und von der Mutter geprügelt landet die kaum Sechszehnjährige in der Nervenklinik - und dort unter der Fuchtel experimentierfreudiger Ärzte. Allein den instinktiven, grazilen und an lautlose Musik geschmiegten Bewegungen verdankt Jane Avril ihre Entdeckung als Tänzerin, die sie dann über dritt- und zweitklassige Etablissements bis auf den Pariser Olymp - den Montmatre - führt. Dort also betört Jane Avril mit ihren anmutigen und verführerischen Tänzen Pablo Picasso,  Henri Rousseau und Henri Toulouse-Lautrec. Vor allem Toulouse-Lautrac zeichnet, malt und druckt immer wieder Jane Avrils Konterfei und ihre typischen Tanzposen. Seine Begeisterung für Jane Avril ist noch heute ansteckend. So hat die renommierte Londoner Courtauld Gallery die Freundschaft der beiden zum Gegenstand einer Austellung gemacht (siehe Clip). Der Zauber Jane Avrils ist unsterblich, auch wenn sie am 16. Januar 1943 gestorben ist - heute vor 70 Jahren. 


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Michelle Obama: Mehr als eine First Lady

Photo by Chuck Kennedy - P021213CK-0027 (direct link). Licensed under Public Domain
Photo by Chuck Kennedy - P021213CK-0027 (direct link). Licensed under Public Domain

Sie ist die wahre Siegerin des Tages: Michelle Obama (*1964). Als "Mom-in-chief" hat sie in den vergangenen vier Jahren die Herzen der Amerikaner erobert. Während ihr Mann Barack Obama im Oval Office durch nicht gehaltene Versprechen viel Vertrauen verspielt hat, hat Michelle in ihrer frisch-fröhlichen Art die Sympathiewerte  für das Präsidenten-Paar hochgehalten. Eng aneinandergekuschelt verfolgen ihr Mann und ihre beiden Töchter Malia (*1998) und Natasha (*2001) auf dem heimischen Sofa im Weißen Haus vor dem Fernseher, wie Michelle auf dem Nominierungsparteitag der Demokraten im September 2012 für die Wiederwahl kämpft: "Wenn ich gefragt werde, ob das Leben im Weißen Haus meinen Mann verändert hat, dann kann ich ehrlich sagen, was seinen Charakter, seine Überzeugungen und sein Herz betrifft, ist er immer noch der Mann, in den ich mich vor vielen Jahren verliebt habe" (siehe Clip). Solche Treueschwüre will Amerika hören - und Michelle hat mit diesem Auftritt mal eben die meistbeachtete Wahlkampfrede des Parteitags hingelegt. Sie rangiert damit noch vor Bill Clinton; ihren Mann Barack hat sie laut Forbes-Umfragen sogar weit hinter sich gelassen.

Dabei hatte sie lange Zeit gar nicht vorgehabt, die politische Karriere ihres Mannes zu retten. Im Gegenteil hatten dessen hochtrabende Ambitionen die Ehe erheblich gefährdet. Michelle, die in den 1980er Jahren Princeton und Harvard Geistes- und Rechtswissenschaften studiert hat, war danach selbst erfolgreiche Anwältin und Politikberaterin. Das aber macht erleichtert ihr auch die Rolle als First Lady. Und dass ihr Mann einen guten Job im Oval Office erledigt weiß sie genau, weil sie sich selbst gut kennt: "Mit mir klarzukommen, ist einer der Gründe, warum er zum Präsidenten taugt."

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Helene Weber: Die Mutter des Grundgesetzes

Helene Weber mit dem Müttergenesungswerk bei Bundespräsident Heuss (Bundesarchiv, B 145 Bild-F006445-0018 / CC-BY-SA 3.0
Helene Weber mit dem Müttergenesungswerk bei Bundespräsident Heuss (Bundesarchiv, B 145 Bild-F006445-0018 / CC-BY-SA 3.0
KAS-Stuttgart-Bild-190-5“ von CDU
KAS-Stuttgart-Bild-190-5“ von CDU

Sie war eine von vier Müttern des Grundgesetzes: Helene Weber (Mitte sitzend). Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Helene Wessel, Friederike Nadig und Elisabeth Selbert (im Bild von links nach rechts) sorgt die einzige CDU-Abgeordnete im Parlamentarischen Rat 1948/49 dafür, dass das Grundgesetz Männer und Frauen gleichberechtigt (Art. 3) sowie Ehe und Familie schützt (Art. 6). Als erfahrenes Vorstandsmitglied  des Katholischen Deutschen Frauenbundes liegen ihr insbesondere die Mütter und deren Rechte am Herzen. Charmant, aber unnachgiebig setzt sie den vierten Absatz des Art. 6 Grundgesetz durch: "Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft" (siehe dazu die Broschüre "Mütter des Grundgesetzes, unten zum Download). Wie man demokratische Verfassungen gestaltet, das hat Helene Weber schon dreißig Jahre zuvor in Weimar gelernt: Als Abgeordnete der Nationalversammlung von 1919 hat die studierte Lehrerin bereits an der ersten demokratischen Verfassung mitgearbeitet, ehe sie als Ministerialrätin für "Soziale Ausbildung" ins Preußische Wohlfahrtsministerium gewechselt ist. Nach der Machtergreifung setzen sie die Nationalsozialisten aber wegen "politischer Unzuverlässigkeit" vor die Tür, denn  für Demokratinnen hat Hitler nichts übrig. Die junge CDU und die junge Bundesrepublik dagegen umso mehr: Helene Weber gründet die Frauen-Union (1956) und ist Mitglied des Deutschen Bundestages, bis zu ihrem Tod am 25. Juli 1962 - heute vor 50 Jahren.

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Raymonde de Laroche: Die Fliegerin

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Hugo Junkers: Der Vater von Tante Ju

Bundesarchiv, Bild 102-08683 / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0
Bundesarchiv, Bild 102-08683 / CC-BY-SA 3.0. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0
Bundesarchiv, Bild 146-2005-0007 / CC-BY-SA 3.0
Bundesarchiv, Bild 146-2005-0007 / CC-BY-SA 3.0

Es ist ein ungleiches Kräftemessen: Hier der erschaffende Ingenieur, dort der zerstörende Generalfeldmarschall. Hugo Junkers (links), ein Pionier der zivilen Luftfahrt stellt sich gegen Hermann Göring (rechts), den Vater des totalen Luftkriegs. Junkers will seine zahlreichen Erfindungen und Ideen nutzen, um den Menschen mobil zu machen. Der "fliegende Mensch" ist mehr als nur das Wahrzeichen seiner Flugzeug- und Motorenwerke (Mitte), er ist Junkers' Vision. 1926 schließen sich die Junkers Luftverkehr AG und die Deutsche Aero Lloyd zur Luft Hansa zusammen. Bald darauf rollt die für ihre Wellblechverkleidung legendäre Ju 52 aus dem Dessauer Junkers-Hangar. 

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Adam Opel: Der Autobauer

Lizenziert unter Gemeinfrei
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Adam Opel im Eulengezwitscher
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Seine Karriere beginnt im Kuhstall: Nach Jahren der Wanderschaft mietet sich der gelernte Schlosser Adam Opel eine heruntergekommene Bretterbude in Rüsselsheim. Dort baut er Nähmaschinen und inseriert im Kreisblättchen: "Adam Opel, Mechaniker empfiehlt selbstgefertigte Nähmaschinen nach der neuesten Construction zu festen und billigen Preisen". Opel kommt an und steigt binnen weniger Jahre zu Deutschlands größtem Nähmaschinenhersteller auf. Als Mittdreißiger liefert er von Rüsselsheim bereits nach ganz Europa. Und doch: Mobilität ist für den Gründer des heute weltweit operierenden Automobilkonzerns eine lokale Angelegenheit: Opel lässt Fahrräder bauen. Vom Auto will er bis zu seinem Tod nichts wissen: „Aus diesem Stinkkasten wird nie mehr werden, als ein Spielzeug für Millionäre, die nicht wissen, wie sie ihr Geld wegwerfen sollen!“ Adam Opel hätte wohl kaum gedacht, dass ausgerechnet der neue Kleinstwagen mit dem Blitz nach ihm benannt wird: Im kommenden Jahr wird Opel das Modell "Adam" auf den Markt bringen, das noch nur 3,5 Meter lang sein wird - wahrlich kein Spielzeug für Millionäre (Erlkönig-Fotos bei "Auto, Motor und Sport"). Heute wäre Adam Opel 175 Jahre alt geworden - sein Geburtstag war der 9. Mai 1837.

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Peter Boenisch: Der BILD-Chefredakteur

Peter Boenischs Biografie weiterzwitschern:

Bundesarchiv, B 145 Bild-F065701-0028 / Reineke, Engelbert / CC-BY-SA 3.0
Bundesarchiv, B 145 Bild-F065701-0028 / Reineke, Engelbert / CC-BY-SA 3.0

Es ist ein kleiner Satz, aber eine große Zeile: "Der Mond ist jetzt ein Ami". Um diesen amerikanischen Schlachtensieg im Kalten Krieg zu feiern, lässt BILD-Chefredakteur Peter Boenisch sein Blatt am 21. Juli 1969 sogar als "Mond-Zeitung" erscheinen. Für solche Einfälle liebt Axel Springer den Beau Boenisch. Gegen alle Einflüsterer hat er den gerade erst Dreißigjährigen 1961 von der Bravo zu BILD geholt. Und Boenisch lässt seinen Verleger nicht hängen: Er knackt als erster die Viermillionenmarke und führt BILD von Auflagenrekord zu Auflagenrekord. Aber Anfang der 1970er Jahre sinken die Verkaufszahlen - und mit ihr der Stern des BILD-Chefs. Boenisch muss gehen. Wie gut, dass Springer seine Spitzenkräfte gut versorgen kann: Boenisch leitet im Hause Springer noch die BILD am Sonntag und die Welt, ehe er von Bundeskanzler Helmut Kohl zum Regierungssprecher gemacht wird. Heute, am 4. Mai,  wäre Peter Boenisch 85 Jahre alt geworden.

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Carl Zeiss: Der Erfinder mit dem Durchblick

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Theodor Mommsen: Der Chronist des Römischen Reiches

Foto; Carlo Brogi . Lizenziert unter Gemeinfrei
Foto; Carlo Brogi . Lizenziert unter Gemeinfrei

Er war einer der großen Gelehrten des 19. Jahrhunderts: Theodor Mommsen. Seine Passion war die Zukunft, seine Profession die Vergangenheit. Politisch kämpfte Mommsen um 1848 für die Ideen von Fortschritt und Liberalismus. Als Professor lehrte er zuerst Rechtswissenschaft, dann Römisches Recht. Schließlich fand er seine Lebensaufgabe darin, die Geschichte Roms - vor allem der römischen Republik - zu erforschen und zu erzählen: Sein Monumentalwerk "Römische Geschichte" setzt nicht nur den Althistorikern bis heute Maßstäbe; Mommsen wurde dafür 1902 sogar mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Kostprobe gefällig: Hier der erste Satz: "Rings um das mannigfaltig gegliederte Binnenmeer, das tief einschneidend in die Erdfeste den größten Busen des Ozeans bildet und, bald durch Inseln oder vorspringende Landfesten verengt, bald wieder sich in beträchtlicher Breite ausdehnend, die drei Teile der Alten Welt scheidet und verbindet, siedelten in alten Zeiten Völkerstämme sich an, welche, ethnographisch und sprachgeschichtlich betrachtet, verschiedenen Rassen angehörig, historisch ein Ganzes ausmachen." Heute vor 194 Jahren ist Theodor Mommsen geboren worden - am 30. November 1817.

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