Foto: Eulengezwitscher/Jörg Schauß
Gernot Uhl, Foto: Eulengezwitscher/Jörg Schauß

Dr. Gernot Uhl (Jahrgang 1980) ist  Journalist und Politikwissenschaftler. Im Biografien-Blog Eulengezwitscher verbindet er seine zehnjährige Zeitungspraxis (Allgemeine Zeitung Mainz, Die Welt, Frankfurter Allgemeine, BILD) mit seiner akademischen Ausbildung. Hauptberuflich kümmert er sich um das Employer Branding des IT-Lösungspartners URANO. Gernot Uhl lebt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern am Fuß des Hunsrücks im schönen Naheland.

Seit ich lesen kann, lese ich Biografien. Mein frühester Lieblingsbiograf war Josef Carl Grund, der das Leben großer Menschen für kleine Menschen erzählt hat. Jeden Abend, wenn mich meine Eltern ins Bett gesteckt hatten, bin ich mit der Taschenlampe unter die Bettdecke gekrochen. Dort habe ich in Hannibals Gefolge die Alpen überquert, mit Alexander dem Großen und Cäsar die Welt erobert, mit Kleopatra zu Tisch gelegen. Seither lese ich an Biografien alles, was mir in die Hände fällt...

Meine Lieblingsbeiträge im Blog


Es sind vor allem zwei Facetten, die mich an Biografien immer wieder faszinieren - und die mich auch als Journalist und Politikwissenschaftler beschäftigt haben. Da ist zum einen der "Faktor Persönlichkeit" (so nennt der das renommierte Politiker-Biograf Hans-Peter Schwarz): Geschichte passiert nicht einfach. Es sind Menschen, die Geschichte machen - und alle Menschen, gerade die genialen und mächtigen, haben ihre Macken. Man muss zwar nicht gleich sein Pferd zum Konsul ernennen wie der römische Kaiser Tiberius oder jeden Abend Abführmittel schlucken wie der Startrompeter Louis Armstrong. Aber oft genug sind weltbewegende Entscheidungen aus bloßen Launen heraus getroffen worden, die man nur verstehen kann, wenn man sich mit der Kindheit und dem Heranwachsen der späteren Weltenlenker befasst: mit ihren Ängsten und Begehrlichkeiten, mit den Wurzeln ihrer hehren oder niederen Motive, die tief in der Persönlichkeit verborgen schlummern. Auch künstlerische Meisterleistungen und wissenschaftliche Errungenschaften lassen sich kaum erfassen ohne zu wissen, was ihre Schöpfer und Entdecker bewegt und umgetrieben hat.

Zum anderen bieten Biografien die Chance, die Welt durch andere Augen zu sehen. Es ist ein immer neues Selbstexperiment, sich auf die Gedanken und Urteile anderer einzulassen um zu verstehen, warum sie gemacht haben, was sie gemacht haben. Das ist nicht immer einfach und auch nicht immer angenehm - aber immer ein bereicherndes Abenteuer.

Deshalb will ich mit meinem Biografien-Blog Eulengezwitscher meine  Leidenschaft teilen und Lust aufs Biografien-Lesen machen...

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