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Sebastian Krumbiegel: Vorsänger und Vorbild

Sebastian Krumbiegel rennt weg. Er wird von zwei Nazis durch den Park gejagt. Die Glatzköpfe bringen den späteren Frontmann der Leipziger Kultband Die Prinzen zu Fall und dreschen erbarmungslos auf den Wehrlosen ein. Erst als ein Autofahrer anhält und entschlossen dazwischengeht, lassen die beiden von ihm ab. Sebastian Krumbiegel erfährt am eigenen Leib, dass Zivilcourage Leben retten kann. Er hat sich diese Einstellung zueigen gemacht. Seine Autobiografie wirbt für ein Leben mit Haltung...

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Johnny Cash: Dunkle Stimme, dunkles Leben

Eigentlich wollte Johnny Cash nur angeln. Mit seinem Wohnmobil ist er zu dem Weier im Wald gefahren. Unterwegs hat er sich Tabletten eingeworfen. Cash schluckt Aufputschmittel. Er braucht das, obwohl er alles hat, was ein Mann braucht: Familie und einen Traumjob als gefeierter Country-Musiker. Im Rausch hat er den Wald angezündet. Jetzt brennt alles lichterloh - auch sein Leben - und hätte sein Neffe nicht Hilfe geholt, wäre auch Cash verbrannt.

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Udo Lindenberg: Der Einheitsrocker

"Och, Erich ey, bist Du denn wirklich so ein sturer Schrat?" Udo Lindenberg singt den ostdeutschen Machthaber Erich Honecker ganz persönlich an - auf dem ganz großen Bahnhof. Dort steht der Sonderzug nach Pankow bereit zur Abfahrt. Udo will für alle Deutschen rocken, aber der sture Schrat lässt ihn nicht rein in die DDR. Der "kleine Udo" gibt sich betont naiv - und das ist ziemlich end: "Warum lässt Du mich nicht singen im Arbeiter- und Bauernstaat?"

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Kurt Cobain: Heldentod im Heroinrausch

Er war der bedeutendeste Rocker der 1990er Jahre: Kurt Cobain. Mit seiner Band Nirvana schrieb er Musikgeschichte und stieß den King of Pop vom Thron: Ihr zweites Album Nevermind verdrängte Michael Jacksons Dangerous von der Spitze der Billboard Music Charts. Eine Ikone wollte Cobain nicht sein. Den Kult um sich hat er nicht lange ausgehalten. Am 5. April 1994, heute vor 20 Jahren, hat er sich im Heroinrausch ein Schrotgewehr in den Mund gesteckt und abgedrückt...

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Ernst Neger: Der singende Dachdeckermeister

Er war der singende Dachdeckermeister: Ernst Neger. Mit "Rucki Zucki", "Winni winni wanna wann" und mit dem "Humbta Täterä" hat Ernst Neger Fassenachtsgeschichte geschrieben. Wenn er mit der braunen Lederschürze und dem hellblauen Kragen ans Mikrophon tritt, dann brechen die Närrinnen und Narrhalesen in Jubel, Trubel und Heiterkeit aus (siehe Clip):

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Jim Morrison: König der Eidechsen

Er war ein Poet des Rock 'n' Roll: Jim Morrision. „Wenn meine Dichtung auf irgendetwas abzielt," sagt der Frontmann der Kultband The Doors, "dann darauf, die Menschen aus den Zwängen zu befreien, innerhalb derer sie sich sehen und fühlen.“ Solche Zwänge kennt James Douglas Morrison, geboren heute vor 70 Jahren, zur Genüge. Sein Vater George steht für alles das, was Jim später bis auf's Blut bekämpfen wird: Das prüde, selbstgerechte, militaristische Amerika. George Morrison bringt es...

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Georg Kreisler: Verbitterung als Beruf

Der Tod war ihm kein Unbekannter: Georg Kreisler. In seinen makaberen Chansons hat er zu heiterer Klavierbegleitung so manches Ableben besungen: Tauben vergiften, Frauen ertränken, Zirkuselefanten verbrennen - für den österreichischen Berufszyniker war das (musikalischer) Alltag. Über seine schonungslosen Polit-, Kultur- und Sozialsatiren konnten Programmdirektoren und Publikum immer erst nach einer Anstandszeit von gut zehn Jahren lachen. Kreislers humoristische Gesellschaftskritik war...

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Édith Piaf: Die französische Rose

Sie bereute nichts: Édith Piaf. "Non, Je Ne Regrette Rien", bekennt die französische Chanson-Sängerin mit der betörenden Stimme. Dabei hätte sie nicht nur einen Grund zur Reue gehabt. Der Lebensweg der Piaf ist gepflastert von lotterhaften Männergeschichten, von Alkohol und Drogen und von tragischen Schicksalsschlägen. Geboren ist Édith Piaf 1915 in Paris. Das war alles, was ihre morphiumabhängige Mutter für sie getan hat. Da ihr "Gauklervater" als Schlangenmensch mit einem kleinen...

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Amy Winehouse: Soul und Sucht

Sie hatte eine Jahrhundertstimme: Amy Winehouse. Schon als Teenager hat Amy eine Röhre wie eine fünfzigjährige Schwarze. Das stellt zumindest einer ihrer frühen Förderer im Londoner Jazz-Jugendorchester staunend und bewundernd fest. In der Tat: Amy ist die geborene Jazzsängerin. Das hat sie von ihrem Vater Mitch, einem Londoner Taxifahrer aus jüdischer Familie. Mitch hört die Soul- und Jazzlegenden der 1960er Jahre rauf und runter. Amy singt die Songs nach und hat den Rythmus schnell im...

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Sir Mick Jagger: Der Ritter des Rock'n'Roll

Er ist der Erste Ritter des Rock’n’Roll: Sir Mick Jagger. Vor ziemlich genau vor zehn Jahren hat das englische Königshaus den Frontmann der ‚Rolling Stones‘ geadelt. Eigentlich wollte Queen Elisabeth II. Jagger noch viel früher zum Ritter schlagen. Der aber hatte vor lauter Konzerttourneen einfach keine Zeit. Erst über ein Jahr später kniet er im Buckingham Palast nieder – und im schwarzen Ledermantel, einen roten Schal leger um die Schultern geworfen.

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