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Otto Wels: Der standhafte Demokrat

Er hat Nein gesagt: Otto Wels (1873-1939). Seit Wochen schon knüppeln Hitlers Schläger alles und jeden nieder, der auch nur leise Vorbehalte gegen die Vollmachten des "Führers" äußert. Auch vor den gewählten Volksvertretern machen sie nicht halt. Seit die Nationalsozialisten die Kommunisten für den Reichstagsbrand verantwortlich gemacht haben, sind deren Abgeordnete ihres Lebens nicht mehr sicher. Wer noch nicht im Konzentrationslager sitzt, wird gewaltsam daran gehindert, an den...

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Paul von Hindenburg: Der Soldat

Er war der erste Soldat des Kaiserreiches: Paul von von Hindenburg (1847-1934). Schon mit zwölf Jahren tritt Hindenburg als Kadett in die preußische Armee ein. Für seinen abgöttisch geliebten König Wilhelm I. zieht er gegen Österreich (1866) und Frankreich (1870/71) in den Krieg und erlebt Wilhelms Kaiserkrönung in Versailles aus nächster Nähe mit. In den darauf folgenden vier Friedensjahrzehnten durchläuft Hindenburg eine tadellose Miltärkarriere, ehe er 1911 hochdekoriert in den...

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Joseph Goebbels: Der Hetzer

Er war Hitlers Marketing-Stratege: Joseph Goebbels (1897-1945). Wie bei Adolf Hitler beginnt auch Goebbels' Leben mit Demütigungen und Niederlagen: Als kleiner Junge wird er wegen seines Klumpfußes gehänselt. "Kinder können manchmal furchtbar grausam sein", klagt er seinem Tagebuch, "ich weiß ein Liedchen davon zu singen". Auch Erwachsene können grausam sein. Goebbels' Wunschdoktorvater - ein Jude - lehnt die Betreuung seiner Dissertation ab. Selbst als er dann doch noch zu Doktorwürden...

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Hjalmar Schacht: Hitlers Geldedintreiber

Er war des Teufels Geldeintreiber: Hjalmar Schacht. Erst sorgt der ehemalige Reichsbankpräsident im "Freundeskreis der Wirtschaft" dafür, dass eine Reihe deutscher Industrieller und Bankiers Reichspräsident Paul von Hindenburg darum bitten, Adolf Hitler zum Reichskanzler zu ernennen. Kaum einen Monat nach dessen Machtübernahme redet Schacht den Industriellen selbst ins Gewissen: Die knappen Wahlkampfkassen der Nationalsozialisten sollen sie auffüllen. Schacht ist der Strippenzieher hinter...

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Curt Liebmann: Der nibelungentreue General

Er war ein mitschreibender Soldat: General Curt Liebmann (1881-1960). Während seines dreißigjährigen Militärdienstes hat er sich immer wieder Notizen gemacht, wenn seine Vorgesetzten redeten. Denn als Stratege im preußisch-deutschen Generalstab oder als Statistik-Sachwalter im Truppenamt hat er den Bleistift als wirksame Waffe schätzen gelernt. Und so schreibt er auch am 3. Februar 1933 eifrig mit: Dieses Mal ist es der neue Reichskanzler Adolf Hiter, der im konspirativen Wohnzimmerkreis...

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Adolf Hitler: Das Böse

Nun also doch: Adolf Hitler (1889-1945) ist an der Regierung. Zweimal hat sich Paul von Hindenburg, das greise Staatsoberhaupt der todgeweihten Weimarer Republik geweigert, den von ihm verachteten "böhmischen Gefreiten" zum deutschen Reichskanzler zu ernennen. Am 30. Januar 1933 aber tut er es doch: Zehn Jahre nach Hitlers gescheitertem Staatsstreich gegen die Republik ist er nun deren Regierungschef.

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