Meine Standpunkte

Was habe ich mich über Angela Merkel schon geärgert: Ich habe mich oft gefragt, warum sie alle Werte und Positionen der CDU über den Haufen wirft. Ich habe damit gehadert, dass sie Überzeugungen auswechselt. Seit Sommer 2015 denke ich anders.  Angela Merkels Flüchtlingspolitik hat mir imponiert. Heute ahne ich, dass Angela Merkel ihre Überzeugungen nie umgestoßen hat. Sie hat die CDU auf ihre Weise fit für die Zukunft gemacht – auch für eine Koalition mit den Grünen, die ich wünsche!

Kanzleramtsminister Peter Altmaier rät dazu, lieber nicht zu wählen, als eine Stimme für die AfD abzugeben. Das ist falsch. Jede Stimme für eine Partei, die nicht verboten ist, ist eine Stimme für die Demokratie, weil sie zur Wahlbeteiligung zählt – und damit eine Stimme für unsere freiheitlichen demokratischen Grundordnung ist. Niemand erinnert sich gerne daran, unfähige Schwätzer gewählt zu haben. Warum den AfD-Wählern dieses Andenken ersparen?

Am Sonntag stimmen wir darüber ab, wer uns künftig im Deutschen Bundestag vertritt. Wir haben die Wahl: Wir können unsere Stimme einer derjenigen Parteien geben, die bedingungslos zu unserer Demokratie und zu unseren Werten stehen. Wir dürfen die extremen Parteien von Links und Rechts wählen, die mit populistischen Parolen Stimmung machen. Wir können Partei-Parodien und Splitterparteien wählen – ohne um unsere Freiheit fürchten zu müssen. Setzt ein Zeichen für die Wahlfreiheit: Geht wählen!

Gestern Abend hat mich ein lieber Freund gefragt, wann ich mich zu Maike Kohl-Richter äußere. Persönlich bin ich trotz politischer Sympathien nie warm geworden mit dem Politiker Helmut Kohl. Trotzdem: Meiner Meinung nach gehört sein Nachlass unbedingt ins Archiv der Konrad-Adenauer-Stiftung – dort wäre er in treuen und verantwortungsvollen Händen! Dem Kanzler der Deutschen Einheit gebührt ein Staatsbegräbnis! Und Maike Kohl-Richter gebührt ein bisschen Seelenfrieden...

Fußballtrainer Thomas Tuchel leidet an chronischer Dünnhäutigkeit, häufigen Jammeranfällen und heftigen Arroganz-Schüben. Man muss dem armen Mann helfen, das mit er das ganze Mitleid nicht selbst tragen muss! Eine Polemik.

Franz Josef Jung im Biografien-Blog
Ein Verteidigungsminister a. D. entdeckt sich neu als Rüstungslobbyist? Jung bringt immerhin ein wertvolles Netzwerk zu Außen- und Sicherheitspolitikern weltweit mit. Als langjähriger Parlamentarier und Bundesminister muss sich der 68jährige Franz Josef Jung um seine Altersvorsorge keine Gedanken mehr machen. Bleibt die Frage, inwiefern personelle Verbindungen zwischen Politik und Rüstungsindustrie nicht nur biografisch, sondern auch politisch gewollt sind - und vielleicht sogar sinnvoll.

Victoria Ocampo
Dieser Stadion-Besuch dürfte Teile der Bevölkerung beruhigen: Innenminister Thomas dé Maiziere schaut sich im Moment das Champions-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem AS Monaco an. Damit setzt er ein starkes Zeichen gegen den Terror: Wir lassen uns keine Angst machen. Oder auf Fußball: Auf geht's, kämpfen und siegen!

Fidel Castro im Biografien-Blog
Fidel Castro war ein Träumer. Er hat von einer gerechten und guten Gesellschaft geträumt - und er hat dafür gekämpft: Als ewiger Revolutionär hat er sich sein ganzes Leben gegen vermeintliche Ungerechtigkeit und Unterdrückung gewehrt. Kuba hätte sein Utopia werden sollen: eine Insel der glückseligen Sozialromantiker. Doch dieser Traum hat sich als Alptraum entpuppt - und Castro als einer der Menschen, die er selbst immer bekriegt hat: als skrupelloser Karibik-Diktator.

Der Tatort ist eine der beliebtesten deutschen Fernsehformate. Ulrich Tukur ist einer der beliebtesten deutschen Schauspieler. Wenn Tukur als Wiesbadener Kommissar Murot ermittelt, kann also eigentlich nichts schiefgehen. Trotzdem kommt Fernsehdeutschland mit der neuesten Folge "Wer bin ich?" nicht zurecht. Das unaufgelöste Verwirrspiel um den doppelten Ulrich Tukur, der Murot und sich selbst spielt, dazu die überzeichnete Selbstironie von mehreren Fernsehkommissaren und der ganzen...

Nicht nur Fußballspiele können tragisch enden. Auch Fußballkarrieren. Wolfgang Niersbach hat schon beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) gearbeitet, da waren die meisten heute aktiven Fußball-Profis noch nicht auf der Welt. Über ein Vierteljahrhundert hat Niersbach im Spiel seines Leben für den deutschen Fußball gearbeitet: mit Theo Zwanziger, mit Franz Beckenbauer - auch mit Sepp Blatter. Jetzt ist das Spiel aus - und alle gehen als Verlierer vom Platz.

Mehr anzeigen