Édith Piaf: Die französische Rose

Nationaal Archief, Den Haag, Rijksfotoarchief: Fotocollectie Algemeen Nederlands Fotopersbureau (ANEFO), 1945-1989 - negatiefstroken zwart/wit, nummer toegang 2.24.01.05, bestanddeelnummer 914-6436 - Nationaal Archief. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 nl
Nationaal Archief, Den Haag, Rijksfotoarchief: Fotocollectie Algemeen Nederlands Fotopersbureau (ANEFO), 1945-1989 - negatiefstroken zwart/wit, nummer toegang 2.24.01.05, bestanddeelnummer 914-6436 - Nationaal Archief. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 nl

Sie bereute nichts: Édith Piaf. "Non, Je Ne Regrette Rien", bekennt die französische Chanson-Sängerin mit der betörenden Stimme. Dabei hätte sie nicht nur einen Grund zur Reue gehabt. Der Lebensweg der Piaf ist gepflastert von lotterhaften Männergeschichten, von Alkohol und Drogen und von tragischen Schicksalsschlägen. Geboren ist Édith Piaf 1915 in Paris. Das war alles, was ihre morphiumabhängige Mutter für sie getan hat. Da ihr "Gauklervater" als Schlangenmensch mit einem kleinen Wanderzirkus umherzieht, wächst Édith bei ihrer Großmutter auf. Bald entdeckt sie die Erotik ihrer Stimme - und die Lust der Männer.


Mit 17 Jahren wird Édith Piaf schwanger, aber die kleine Marcelle stirbt, kaum zwei Jahre alt, an Hirnhautentzündung. Danach wird aus Édith die Piaf: eine Diva, die sich auf der ewigen Suche nach der großen Liebe auch den düstersten Gesellen an den Hals wirft und dabei tief in die Unterwelt abrutscht. Sie verfällt einem Zuhälter, gerät selbst ins Zwielicht und wird sogar des Mordes beschuldigt. Männer, die ihr gut tun, betrügt sie. Männer, die sie liebt, verliert sie an den Tod. Gleich zwei Partner sterben bei Flugzeugunglücken. Tagsüber versucht sie mit Hilfe eines Mediums beim Tischerücken, Kontakt zu den Verblichenen herzustellen.


Nachts hält sie sich am Mikrofonständer fest und flüchtet sich ins Rampenlicht der großen Varietés. Längst ist sie Weltstar. Ihre Stimme ist eine Verwandlungskünstlerin. "La Vie En Rose" zärtlich gehaucht,  "Milord" spritzig geröhrt. Aber mit ihren Chansons macht Édith Piaf nur die Anderen glücklich. Für ihr eigenes Glück spritzt sie sich Morphium. So schlimm ist die Sucht, dass sie die Nadeln nicht einmal mehr desinfiziert und sie sich stattdessen einfach durch Rock und Strumpfhose in den Oberschenkel sticht. Drei Entziehungskuren bringt sie hinter sich. Dann kommt der Krebs, den sie nicht überleben wird. Drei Skandale lässt sie der Welt zurück: Ihre scham- und schonungslosen Memoiren (diktiert auf dem Sterbebett), die Last-Minute-Heirat mit dem zwanzig Jahre jüngeren Théo und eine gefälschte Todesurkunde - eine Piaf muss in Paris das Zeitliche segnen, auch wenn sie in Plascassier gestorben ist - heute vor 50 Jahren.

Édith Piafs Biografie weiterzwitschern:

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