13. Aug. 1908: Kläre Bloch (*)

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Kläre Bloch

Sie bewegte Berlin: Kläre Bloch. Früh träumt die Tochter des Taxi-Unternehmers Friedrich Begall davon, ihre eigenen Fahrgäste durch zu Straßen Berlins zu kutschieren. Geträumt, getan: 1930 macht die kesse Kläre den Führerschein und klemmt sich als erste Taxifahrerin hinters Steuer. Im Romanischen Café am Kurfürstendamm ist sie schon bald eine gefragte Chauffeurin; dort wo Bertolt Brecht und Stefan Zweig, Erich Kästner und George Grosz, Jochaim Ringelnatz und Billy Wilder ein- und ausgehen. Die klugen Köpfe und Künstler der Hauptstadt verkehren gerne mit der Frohnatur Kläre Bloch, die das Leben bejaht. Selbst die nationalsozialistischen Todesengel können sie nicht beeindrucken. Im Gegenteil: Kläre Bloch versteckt verfolgte Juden in ihrer kleinen Paterre-Wohnung in der Wundtstraße im und verliebt sich dabei ihren künftigen Mann, den jüdischen Kommunisten und Pressezeichner Erich Bloch, der bei ihr unterschlüpft. Siebzig Jahre später erinnern zwei nach Kläre Bloch benannte Schulen und ein kleiner Platz im Klausenerplatz-Kietz an die mutige Berlinerin. Heute wäre sie 105 Jahre alt geworden – ihr Geburtstag war der 13. August 1908.

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