Rosa Parks: Die mutige Bürgerrechtlerin

US-Präsident Barack Obama auf dem Platz, den Rosa Parks 1955 nicht einem Weißen überließ (Foto: Pete Souza,  Lizenz: The White House)
US-Präsident Barack Obama auf dem Platz, den Rosa Parks 1955 nicht einem Weißen überließ (Foto: Pete Souza, Lizenz: The White House)
Rosa Parks (Foto:  United States Department of State, Lizenz: gemeinfrei)
Rosa Parks (Foto: United States Department of State, Lizenz: gemeinfrei)

Sie blieb sitzen und wurde dafür festgesetzt: Rosa Parks. Montgomery in Alabama, 1. Dezember 1955. Die Näherin Rosa Parks fährt nach einem harten Arbeitstag mit dem Bus nach Hause. Wie üblich steigt sie vorne ein, um ihr Ticket zu kaufen. Dann muss sie wieder aussteigen und zur hinteren Bustür hasten, wo sie wieder einsteigen darf, wenn der Bus nicht inzwischen einfach losgefahren ist. Denn Rosa ist schwarz und die vorderen Sitzreihen sind den weißen Fahrgäste vorbehalten. Auch wenn alles frei ist, müssen sich die Schwarzen in überfüllten hinteren Teil des Busses zwängen. Nur in der Mitte sind ein paar Pufferreihen, auf denen ausnahmsweise auch Schwarze sitzen dürfen. Dort lässt sich Rosa Parks nieder. Wenn aber nur ein einziger Weißer dort Platz nimmt, müssen alle Schwarzen aus der gesamten Reihe aufstehen. Und genau das macht Rosa Parks nicht. Sie ist die ewigen Gängeleien leid und weigert sich, ihren Sitzplatz zu räumen.

Der Busfahrer ruft die Polizei und Rosa wird verhaftet - darüber existiert sogar ein Polizeiprotokoll. Das aber bringt den jungen Menschenrechtler Martin Luther King auf den Plan, der bereits ein paar Mal gewaltlosen Widerstand gegen die Rassendiskriminierung geübt hat. Jetzt organisieren seine Mitstreiter und er eine aufsehenerregende Aktion: Die Stadt Montgomery ist finanziell darauf angewiesen, dass die Schwarzen ihre Bustickets kaufen. Deshalb treffen sie King und Co. völlig unvorbereitet, als sie einen unbefristeten Busboykott ausrufen:


381 Tage gehen die Schwarzen zu Fuß, fahren Taxi und bilden private Fahrgemeinschaften, als die Stadt die symbolischen Solidaritätspreise der Taxifahrer verbietet. Fuchsteufelswild müssen die Stadtoberen erleben, wie ihre Busse leerlaufen und dem friedlichen Protest Sympathien und Spenden aus ganzen Land entgegengebracht werden.  Schließlich erklärt ihnen selbst der Oberste Gerichtshof, dass die Rassentrennung in den städtischen Bussen gegen die Verfassung verstößt. Der gewaltlose Austand, den Rosa Parks Sitzenbleiben angestoßen ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Gleichberechtigung in den Vereinigten Staaten. Bemerkenswert ist, dass das alles keine 60 Jahre her ist. Der Bus von einst ist jedenfalls zum Symbol der schwarzen Bürgerrechtsbewegung geworden. Wie wichtig dieses Symbol nach wie vor ist, beweist der Besuch des ersten schwarzen US-Präsidenten Barack Obama, der auf Rosa Parks Sitz Platz genommen hat (siehe oben). Rosa Parks selbst wäre heute, am 4. Februar 2013, 100 Jahre alt geworden.  

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