Michelle Obama: Mehr als eine First Lady

Photo by Chuck Kennedy - P021213CK-0027 (direct link). Licensed under Public Domain
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Sie ist die wahre Siegerin des Tages: Michelle Obama (*1964). Als "Mom-in-chief" hat sie in den vergangenen vier Jahren die Herzen der Amerikaner erobert. Während ihr Mann Barack Obama im Oval Office durch nicht gehaltene Versprechen viel Vertrauen verspielt hat, hat Michelle in ihrer frisch-fröhlichen Art die Sympathiewerte  für das Präsidenten-Paar hochgehalten. Eng aneinandergekuschelt verfolgen ihr Mann und ihre beiden Töchter Malia (*1998) und Natasha (*2001) auf dem heimischen Sofa im Weißen Haus vor dem Fernseher, wie Michelle auf dem Nominierungsparteitag der Demokraten im September 2012 für die Wiederwahl kämpft: "Wenn ich gefragt werde, ob das Leben im Weißen Haus meinen Mann verändert hat, dann kann ich ehrlich sagen, was seinen Charakter, seine Überzeugungen und sein Herz betrifft, ist er immer noch der Mann, in den ich mich vor vielen Jahren verliebt habe" (siehe Clip). Solche Treueschwüre will Amerika hören - und Michelle hat mit diesem Auftritt mal eben die meistbeachtete Wahlkampfrede des Parteitags hingelegt. Sie rangiert damit noch vor Bill Clinton; ihren Mann Barack hat sie laut Forbes-Umfragen sogar weit hinter sich gelassen.

Dabei hatte sie lange Zeit gar nicht vorgehabt, die politische Karriere ihres Mannes zu retten. Im Gegenteil hatten dessen hochtrabende Ambitionen die Ehe erheblich gefährdet. Michelle, die in den 1980er Jahren Princeton und Harvard Geistes- und Rechtswissenschaften studiert hat, war danach selbst erfolgreiche Anwältin und Politikberaterin. Das aber macht erleichtert ihr auch die Rolle als First Lady. Und dass ihr Mann einen guten Job im Oval Office erledigt weiß sie genau, weil sie sich selbst gut kennt: "Mit mir klarzukommen, ist einer der Gründe, warum er zum Präsidenten taugt."

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