Nikita Chruschtschow: Der Herrscher des Ostblocks

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Foto: John Fitzgerald Kennedy Library. Lizenz: Gemeinfrei
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Vom Sohn eines Kleinbauern über den Bergarbeiter-Gewerkschafter und den Frontkommissar in Stalingrad zum Herrscher einer Supermacht: Nikita Chruschtschow (1894-1971) verkörperte den amerikanischen  Traum - allerdings auf der östlichen Seite des Eisernen Vorhangs. Chruschtschow ist ein Oppurtonist, ein Mann der günstigen Gelegenheit: Er war Stalinist, als Stalin in war. Er war es, der Stalin entmystifierte und sich von dessen Verbrechen lossagte, als Stalin out war. Er war es, der dem jungen US-Präsidenten die Hand reichte: Klein, kahl, bullig, ordinär, aber stets mit listig funkelnde Augen, so hatte Kennedy Chruschtschow 1961 beim diplomatischen Gipfeltreffen in Wien kennengelernt. Im direkten Kontakt hatten sich die beiden zugebilligt, dass sie die Welt gemeinsam regieren. Jetzt, in der Kuba-Krise, reden sie nicht miteinander. Lange hat Chruschtschow Kennedy unterschätzt. Doch am 22. Oktober 1962, heute vor 50 Jahren, entpuppt sich das naive Präsidentenbürschchen als  gerissener Gegenspieler: In einer weltweit beachtenden Fernsehansprache offenbart Kennedy, dass er von Chruschtschows Plänen weiß und fordert ihn auf, die Raketen abzubauen und kündigt die Blockade Kubas an. Der oberste Sowjet, der im Kreml längst nicht mehr unumstritten ist, gerät jetzt auch außenpolitisch unter Zugzwang. Seine Antwort ist die des waidwunden Bären - trotzig verkündet er, die Blockade nicht hinzunehmen und die Welt stellt sich auf ihre Vernichtung ein...

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