Michael Ende: Der Phantásien-Reisende

Christine Meile 1962" by Source (WP:NFCC#4). Licensed under Fair use
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Er erzählte Geschichten aus der Welt der Träume: Michael Ende. Die Helden seiner phantastischen Abenteuer sind meist Kinder wie Jim Knopf, Momo und Bastian Balthasar Bux - oder Schildkröten wie Traquilla Trampeltreu und Kassiopeia. Seine lebendige Phantasie bringt dem gemütlichen Geschichtenerzähler die Geringschätzung der ernsthaften Erwachsenen und der Literaturkritik ein. Die studierten Kenner die Kunst erwarten nämlich weltbewegende, kluge Gedanken und beißende Gesellschaftskritik; jedenfalls keine komischen Kindergeschichten, die auch noch in ganz unrealisitischen Ländern spielen, in denen Gut und Böse, Jugend und Alter gleich viel gelten. Außerdem können weder Schildkröten sprechen, noch Kinder ganze Reiche retten. So ein unnützes Zeug!

Dabei übersehen die "Büchernörgele" - allen voran der von Ende karikierte Marcel Reich-Ranicki - (Bild aus "Der Wunschpunsch", S. 194) allerdings gerne, dass gerade der Zwang zur Nützlichkeit ihre eigenen Innenwelten verwüstet. Und gegen diese Innenweltverwüstung zieht Michael Ende mit seinen kleinen Helden ins Feld - und mit ihm alle, die sich ihre kindliche Lust am absichtslosen Spiel und die Freude an der Schönheit bewahrt haben. Denn was ist schöner als der Zauber des Geheimnisvollen, gerade in Zeiten der rationalen Erklärung von fast allem. Michael Ende hat seinen Lesern den Weg nach Phantásien gezeigt. Dort findet man ihn noch heute, obwohl er vor 17 Jahren ist er gestorben ist - am 28. August 1995.

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