Marlon Brando: Der Pate

On the Waterfront trailer Public domain
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Die Leinwand war sein Leben, charismatische Charaktere seine Königsdisziplin: Marlon Brando. Den Anfang seiner Karriere markiert eine Endstation - die "Endstation Sehnsucht". Ende der 1940er Jahre entdeckt Brando auf den Brettern des Broadways die große Bühne als Berufung und bald schon hat Hollywood einen neuen Hoffnungsträger. Filme, in denen Brando als Held ('On the Waterfront', 'Viva Zapata!'), als Liebhaber ('Sayonara') oder als Bösewicht ('Der Wilde') besticht, werden zu Kasseschlagern. Unsterblich aber wird er als Mafia-Oberhaupt Don Vito Corleone in Mario Puzos 'Der Pate'. Hollywood ist begeistert und Brando wird 1973 mit dem Oscar belohnt. Auf Roger Moore, der den höchsten Filmpreis überreichen soll, wartet aber eine faustdicke Überaschung: Diese Bühne wird Brando nicht betreten. Stattdessen tritt eine schöne Indianerin vor das konsternierte Publium.

Foto: U.S. Information Agency. Press and Publications Service. (ca. 1953 - ca. 1978), Lizenz: gemeinfrei
Brando beim Marsch auf Washington

Sacheen Littlefather lässt ausrichten, Brando werde die Auszeichnung ablehnen und damit gegen die Behandlung der amerikanischen Ureinwohner durch die Filminduistrie protestieren (siehe Videoclip). Dass die zarte Squaw, die sichtlich gerührt Brandos Botschaft überbringt, eigentlich Maria Cruz heißt und ebenfalls Schauspielerin ist, gerät zur Nebensache. Denn Brando ist kein unbeschriebenes Blatt im Kampf gegen die Benachteiligung von Minderheiten: Schon zehn Jahre zuvor ist er an der Seite von Martin Luther King gegen die Rassentrennung nach Washington marschiert. Denn auch Brando hat zeitlebens von Gleichberechtigung und Brüderlichkeit geträumt. Am 1. Juli 2004 ist Brando gestorben - heute vor acht Jahren.

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