Robert Falcon Scott: Der Zweite am Südpol

Foto: Henry Bowers (1883–1912). Lizenziert unter Gemeinfrei
Foto: Henry Bowers (1883–1912). Lizenziert unter Gemeinfrei
Foto: Herbert Ponting - Pennell Collection, Canterbury Museum, Christchurch, New Zealand. Lizenziert unter Gemeinfrei
Foto: Herbert Ponting - Pennell Collection, Canterbury Museum, Christchurch, New Zealand. Lizenziert unter Gemeinfrei

So sehen Verlierer aus: Der englische Kapitän Robert Scott und die Seinen sind zu spät am Südpol angekommen. Der Norweger Roald Amundsen war zuerst da. Zwar nur wenige Tage, wie ein wie ein Brief Amundsens an den zweiten Besucher des Pols verrät. Diese wenigen Tage aber entscheiden über Weltruhm - und über das Schicksal der verhinderten Entdecker. Mit einem Mal schwinden Lebensmut und Piniergeist, die Scott und seine Kameraden der Eiswüste trotzen ließen. Nicht die letzten Geheimnisse des Globus' haben sie entdeckt, sondern die norwegische Fahne, erstarrt im Eiswind. Wagemutig und willensstark waren sie aufgebrochen, "zur Ehre meines Landes", wie Scott stolz in sein Reisetagebuch notiert. Und jetzt scheint ihnen der so lange ersehnte Südpol so trostlos wie das Ende der Welt: "Nichts ist hier zu sehen, nichts, was sich von der schauerlichen Eintönigkeit der letzten Tage unterscheidet!" Scott ist gebrochen, als er kehrt macht. Kälter noch als auf dem Hinweg pfeift der Wind, schwerer sind die Schritte, unerreichbarer das Ziel. Scott und die Seinen schaffen es nicht. Sie finden ihr Grab im ewigen Eis. Welche Tragik, dass nicht Amundsen sondern ihm, seinem Schicksal und Scheitern posthum der Weltruhm zuteilt. So wurde seine Expedition vom großen Stefan Zweig zur Sternstunde der Menschheit erhoben (siehe rechts). Heute wäre Robert Scott 144 Jahre alt geworden. 

Robert Scotts Biografie weiterzwitschern:


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