Theodor Mommsen: Der Chronist des Römischen Reiches

Foto; Carlo Brogi . Lizenziert unter Gemeinfrei
Foto; Carlo Brogi . Lizenziert unter Gemeinfrei

Er war einer der großen Gelehrten des 19. Jahrhunderts: Theodor Mommsen. Seine Passion war die Zukunft, seine Profession die Vergangenheit. Politisch kämpfte Mommsen um 1848 für die Ideen von Fortschritt und Liberalismus. Als Professor lehrte er zuerst Rechtswissenschaft, dann Römisches Recht. Schließlich fand er seine Lebensaufgabe darin, die Geschichte Roms - vor allem der römischen Republik - zu erforschen und zu erzählen: Sein Monumentalwerk "Römische Geschichte" setzt nicht nur den Althistorikern bis heute Maßstäbe; Mommsen wurde dafür 1902 sogar mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Kostprobe gefällig: Hier der erste Satz: "Rings um das mannigfaltig gegliederte Binnenmeer, das tief einschneidend in die Erdfeste den größten Busen des Ozeans bildet und, bald durch Inseln oder vorspringende Landfesten verengt, bald wieder sich in beträchtlicher Breite ausdehnend, die drei Teile der Alten Welt scheidet und verbindet, siedelten in alten Zeiten Völkerstämme sich an, welche, ethnographisch und sprachgeschichtlich betrachtet, verschiedenen Rassen angehörig, historisch ein Ganzes ausmachen." Heute vor 194 Jahren ist Theodor Mommsen geboren worden - am 30. November 1817.

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