Thomas Müller: Dahoam is dahoam

Thomas Müller hat beim FC Bayern München verlängert. Das ist ein schönes Bekenntnis zur Heimat und zur Bundesliga

Foto:Harald Bischoff /. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0
Foto:Harald Bischoff /. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0

Ein Vorbild-Fußballer bleibt der Bundesliga erhalten. Thomas Müller hat seinen Vertrag beim FC Bayern München verlängert - trotz lukrativer Angebote aus dem Ausland. Damit bekennt sich Müller zu seiner bayerischen Heimat und verzichtet auf noch mehr Geld....

Foto: Michael Kranewitter. Lizenz: CC BY 3.0
Foto: Michael Kranewitter. Lizenz: CC BY 3.0

Es gibt nicht viele Gründe, den FC Bayern München zu mögen. Thomas Müller ist einer. Thomas Müller lebt den Fußball. Seine Leidenschaft und sein Witz sind ansteckend. Er ist eine fast immer gut gelaunte Stimmungskanone, ein kluger Spiele-Analytiker (in Interviews) und ein sympathischer und unkomplizierter Typ (nach allem, was man so hört, auch abseits von Kameras und Mikrofonen). Und er ist ziemlich erfolgreich: Weltmeister, Champions-League-Gewinner, je dreifacher Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger. 

Thomas Müller ist treu. Stichwort Beziehung: Müller hat mit nicht einmal 21 Jahren geheiratet und über Skandale im Liebesleben gibt es keine Schlagzeilen. Stichwort Verein: Seit über 15 Jahren ist er beim FC Bayern, davor hat er beim oberbayrischen TSV Pähl gekickt. Stichwort Gesamtpacket: „Der FC Bayern ist mehr als nur ein Arbeitgeber, mit der Stadt und dem Umfeld. Das kann nicht jeder bieten.” sagt Müller der BILD. Aber auch nicht jeder kann dem ganz großen Geld  widerstehen. Toni Kroos, Samy Khedira, Mesut Özil, Miroslav Klose und auch Bastian Schweinsteiger: Viele deutsche Spitzenfußballer verdienen in England, Spanien und Italien weit mehr als es in der Bundesliga möglich wäre. Zugegeben: Auch die hiesigen Topklubs zahlen horrende Summen. Aber allein die Möglichkeit, immer mehr und noch mehr verdienen zu können ist sicher verlockend. Thomas Müller ist ihr nicht erlegen. Im Gegenteil: er nimmt soziale Verantwortung wahr (was allerdings auch andere Spitzenfußballer wie Lukas Podolski tun). Thomas Müller unterstützt schon mehrere Jahre das Projekt YoungWings, das für Kinder und Jugendliche da ist, die Trauerfälle zu verarbeiten haben. "Mir geht es sehr gut", sagt Thomas Müller auf seiner Homepage, "sodass ich versuche, etwas an die Gesellschaft zurück zu geben." So einer tut Fußball-Deutschland gut. Schön, dass er bleibt!

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